Neue Försterin im Revier

Junghund Ida begleitet Miriam Herber.
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Sie ist jung, zierlich, blond und würde sicherlich auch von Model-Mama Heidi Klum ein Foto erhalten... aber sie hat sich für einen ganz anderen Beruf entschieden! Miriam Herber ist die neue Revierförsterin des Bezirks Ennepe-Ruhr - also nicht vom Silberwald und ganz entgegen der Klischee-Vorstellung.

Die Entscheidung, einen Beruf zu ergreifen, der nach wie vor von Männern dominiert wird, ist Miriam Herber relativ leicht gefallen. „Schon als Kind war ich unglaublich oft und gerne mit meinem Vater im Wald unterwegs - er ist ebenfalls Förster und Jäger. Von daher habe ich definitiv meinen Traumberuf ergriffen.“
Und ganz so selten seien Frauen im Studium der Forstwirtschaft gar nicht mehr - rund 30 Prozent der Studienplätze werden mittlerweile von Frauen belegt.

30 Prozent der Studienplätze werden von Frauen belegt

Seit Anfang des Jahres ist die 28-Jährige im Dienste des Regionalverbandes Ruhr(RVR) als Forstingeneurin tätig und damit für die Waldflächen des Verbandes im Essener Süden, in Mülheim und im Ennepe-Ruhr-Kreis zuständig. Insgesamt erstreckt sich das weit verzweigte Revier über eine Fläche von 1.300 Hektar verteilt auf 30 Waldstücke. Und dazu gehört zum Beispiel der Oefter Wald oberhalb der Laupendahler Landstraße.
Und was macht eine Försterin den ganzen Tag? Was sind ihre Aufgaben im neuen Job? „Ich bin natürlich viel im Wald unterwegs. Unser Wald ist ja nicht nur Naherholungsgebiet - wir bewirtschaften die Flächen auch.“
Das heißt, mit dem Wald kann man Geld verdienen? „Reich wird man damit nicht“, lacht Miriam Herber. „Aber natürlich - nach einer gewissen Zeit werden Bäume gefällt und das Holz verkauft.“

"Reich wird man damit nicht!"

Einen großen Teil ihrer Zeit widmet Miriam Herber allerdings als Försterin der Pflege ihres Bezirks. „Man muss kontrollieren, welche Bäume krank sind, die Sicherheit gefährden und dementsprechend gefällt werden müssen. Aufforstungen - also junge Bäume - müssen kontrolliert werden. Besonders am Herzen liegt mir außerdem die Zusammenarbeit mit Kindern und Schulen. Kindern unseren Wald näherzubringen - eine tolle Aufgabe. Immerhin sind das die Waldbesucher von Morgen. Wenn sie bereits lernen, mit der Natur richtig umzugehen, dann sind wir doch einen ganzen Schritt weiter. “
Auch am Schreibtisch wird die ursprünglich aus Hessen stammende junge Frau häufiger zu finden sein. „Einiges an Verwaltungsarbeit ist natürlich ebenfalls zu erledigen - unsere Arbeit in den Wäldern muss beispielsweise dokumentiert werden.“

Unterwegs mit Hündin Ida

Aber ganz klar: das Arbeiten in der Natur macht natürlich sehr viel mehr Spaß. Unterstützt wird sie dabei auch von Hündin Ida - oder zumindest theoretisch. „Ida befindet sich zur Zeit noch in der Ausbildung - und muss schon noch einiges lernen. Das ist ebenfalls eine schöne Aufgabe! Und was wäre ein Förster ohne Hund?“
Na also - Klischee erfüllt!

Autor:

Julia Colmsee aus Essen-Süd

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