Kirchen laden vor #wirsindmehr-Demonstration zum Friedensgebet 

Bevor am Donnerstag in Essen um 18 Uhr eine Demonstration für Frieden, Freiheit und Menschenwürde startet, laden die katholische und die evangelische Kirche um 17.30 Uhr zu einem gemeinsamen Friedensgebet in die Marktkirche ein.

Unmittelbar vor der #wirsindmehr-Demonstration am Donnerstagabend in Essen laden die katholische und die evangelische Kirche zu einem gemeinsamen Friedensgebet in die Marktkirche. Dann wird der katholische Cityseelsorger Bernd Wolharn gemeinsam mit der evangelischen Pfarrerin Hannah Jacobs („Raumschiff Ruhr“) und ihrem Kollegen Johannes Heun einen geistlichen Impuls für Freiheit und Menschenwürde setzen. Dompropst Thomas Zander und der Vorsitzende des Essener Katholikenrates, Bernd Klein, sowie Superintendentin Marion Greve haben anlässlich der Demonstration ein „Gemeinsames Wort: Zeichen setzen für die Menschenwürde!“ veröffentlicht, indem sie sowohl zum Gottesdienst einladen als auch zur Teilnahme an der Demonstration ermutigen.
A
m Donnerstag gehe es darum „Zeichen zu setzen, um die gesellschaftliche Mitte zu stärken“, hob Dompropst Zander hervor, „wir stehen gemeinsam dafür ein, was unsere Gesellschaft ausmacht. Wir sind nicht in erster Linie gegen etwas, sondern dafür: Für Frieden, für Freiheit und für eine menschenwürdige Gesellschaft“. Es gehe „um die biblische Grundüberzeugung: Jeder Mensch ist von Gott geliebt“, betonte Superintendentin Greve. „Diese Überzeugung wird von denen angezweifelt, die sich in Chemnitz, Köthen und anderswo so lautstark empören.“

Greve betonte, dass sich die beiden großen Kirchen „bei früheren Demonstrationen unwohl gefühlt haben“. Die Kirchen ließen sich „nicht politisch vereinnahmen“. Diesmal geh es jedoch darum, jenseits aller Partei-Überzeugungen „bewusst Flagge zu zeigen für das, was uns mit Blick auf die Würde des Menschen wichtig ist“, sagte die Superintendentin. (tr)

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