Florian auf der Mole - Ziegenbock sucht Zuhause

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Kennen Sie Florian? Nein? Dann haben Sie aber schon sehr lange keine Rundfahrt mehr über den Baldeneysee gemacht. Denn nur vom Wasser aus ist der gutmütige Ziegenbock zu sehen.

Wenn man am Hafen des Ruhrverbandes vorbeischippert, kann man ihn auf der Mole grasen sehen. Manchmal hebt er auch seinen Kopf und beobachtet die vorbeigleitenden Segelboote.
Für einen Ziegenbock ist ein Hafen nur auf dem ersten Blick ein ungewöhnliches Zuhause. Aber es hat sogar einen Sinn, dass Tierliebhaber Gottfried Krause, Hafenmeister beim Ruhrverband, den Ziegenbock schon vor Jahren adoptierte. Er besaß bereits zwei Schafe, die das Gras auf der Mole kurz hielten, denn dort mit einem handelsüblichen Rasenmäher zu arbeiten, ist umständlich.
Aber nicht nur deswegen hat Krause sein Herz erwärmen lassen und das Tier vor der Tötung gerettet. „Irgendwann kam ein Mädchen vom Campingplatz nebenan zu mir und war ganz aufgelöst, weil der Ziegenbock bei ihr auf dem Reiterhof getötet werden sollte. Da konnte ich nicht sein sagen.“ Und seither grast Florian, liebevoll Flori genannt, tags auf der Mole und schläft nachts in seinem gemütlichen Stall, beim Hafenmeister. Eigentlich sollte er auch die vielen Wildgänse vertreiben, die die Mole auch sehr lieben. „Aber Flori ist ein sehr soziales Tier. Er teilt gerne mit ihnen den Platz.“ Schließlich haben ihn seine Schaafreunde im Alter von 18 Jahren schon verlassen.
Leider kann Flori aber nicht für immer auf der Mole bleiben, denn wenn sein „Herrchen“ Gottfried Krause demnächst sein Domizil im Hafen verlässt, dann kann er sich nicht mehr um den Bock kümmern. Deshalb sucht er händeringend nach einer neuen Bleibe für den verträglichen braun-behaarten Zeitgenossen. Weitere Infos zu Flori gibt es unter der Rufnummer 408262.
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