"Eat my shorts" im Theater
Hagener Kurzfilmfestival zieht von der Springe in die Innenstadt

Mit Schauspieler Uwe Rohde (r.) war Bernhard Steinkühler auf der Berlinale und traf dort auch auf deren Leiter Dieter Kosslick.
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  • hochgeladen von Stephan Faber

Berlin ist immer eine Reise wert, vor allem wenn "Berlinale" angesagt ist. Sagte sich auch Bernhard Steinkühler, Gründer der Hagener Kurzfilmtage, und machte fünf Tage lang zusammen mit den Schauspielern Uwe Rohde und Anthony Arndt die Roten Teppiche der Bundeshauptstadt unsicher. Zurück nach Hagen kam der 70-Jährige mit vielen neuen Ideen und einer Riesenüberraschung, was das 7. Kurzfilmfestival am 28. und 29. November in der Volmestadt betrifft.

"Das Hagener Kurzfilmfestival steht vor einem gewaltigen Umbruch", verrät Bernhard Steinkühler bei seinem Besuch in der Stadtanzeiger-Redaktion, "sie werden erstmals nicht im CineStar stattfinden." Das ist wahrlich eine große Veränderung, denn bisher fühlten sich die zahlreichen Stars und Sternchen bei dem alljährlichen Mega-Event auf der Springe sehr wohl. Steinkühler: "430 Besucher fasste der Kinosaal, den wir stets nutzten. Jetzt finden Umbaumaßnahmen im CineStar statt und der Saal wird um 100 Plätze reduziert. Es ist unmöglich, unser Konzept damit aufrecht zu erhalten." Entweder hätten die Preise erhöht werden müssen, was der Kurzfilmfestival-Chef unbedingt vermeiden wollte, oder es hätten zwei Kinosäle im CineStar genutzt werden müssen, was Steinkühler überhaupt nicht gut heißt.
Aber Steinkühler wäre nicht Steinkühler, wenn er nicht auch dieses Problem beheben würde: In zahlreichen Gesprächen konnte Theater-Intendant Francis Hüsers für das Kurzfilmfestival begeistert werden. Nach einer Ortsbegehung und einem Film-Test gab es grünes Licht: Die Verträge wurden am vergangenen Montag unterschrieben.
"Nun fängt alles wieder bei Null an, wir müssen mit den neuen Lokalitäten zurecht kommen und zahlreiche Dinge überdenken", sagt Bernhard Steinkühler. Jedoch überwiegen die positiven Aspekte. So erhofft sich der Macher einen Zuwachs der Besucherzahlen: "Theoretisch könnten wir 900 Gästen Platz bieten, aber ich würde mich freuen, wenn wir die Zahlren von bisher 430 auf rund 600 steigern könnten." Steinkühler erhofft sich nun auch die Gunst der 1000 Theater-Abonnenten, die zum Großteil noch nicht zum Festivalklientel gehörten und die er sogar höchstpersönlich ansprechen möchte.
Wie man erfolgreich ein Filmfestival über lange Jahre leiten kann, hat Bernhard Steinkühler bei der Berlinale erfahren dürfen. Hier traf er an fünf Tagen auf Filmemacher aus ganz Deutschland und konnte sogar mit Berlinale-Chef Dieter Kosslick sprechen. An der Seite von Schauspieler Uwe Rohde war Steinkühler dann Tag und Nacht unterwegs, um die Promis der deutschen Filmszene für sein Kurzfilmfestival zu begeistern und um diese im Herbst 2019 nach Hagen zu locken.
Erneut gern gesehen Gäste, die auch schon ihre Zusage gegeben haben, sind die Schauspieler Uwe Fellensiek, Anthony Arndt, Tom Barcal und Drehbuchautor Peter Zingler. Der Platz von Claude-Oliver Rudolph in der Jury ist gesetzt. Neben ihm wird Schauspieler Horst Janson Platz nehmen, der im vergangenen Jahr wegen einer Grippe nicht nach Hagen kommen konnte. "Als Neuerung haben wir uns überlegt, den Vorjahresgewinner unseres Kurzfilmfestivals in die Jury aufzunehmen", verrät Bernhard Steinkühler. Deshalb wird Ende November auch der deutsch-kurdische Regisseur und Drehbuchautor Cengiz Akaygün an die Volme kommen, der im vergangenen Jahr mit seinem Kurzfilm "Der Mandarienbaum" den Adam gewann. Als viertes Jurymitglied konnte Steinkühler Roland Jankowsky, der den Kommissar Overbeck in den Wildsberg-Krimis verkörpert, gewinnen.
"Jetzt fehlen mir nur noch die Frauen in der Jury", sagt Bernhard Steinkühler abschließend und verrät, dass er da auch schon ein paar heiße Eisen im Feuer hätte.

Eröffnungsfilm weiterhin im CineStar

Der Kinofilm am 28. November zur Eröffnung des Kurzfilmfestivals wird weiterhin im CineStar gezeigt. Die Entscheidung, welcher Streifen gezeigt wird, ist jedoch noch nicht gefallen.

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