Phoenix Hagen erwartet Eisbären aus Bremerhaven

Erfolgsverwöhnt waren beide Teams zuletzt nicht. Die Eisbären Bremerhaven stehen in der Basketball-Bundesliga noch mit komplett leeren Händen da - und Phoenix Hagen hat nach drei Siegen zu Beginn drei Niederlagen wegstecken müssen. In der Enervie-Arena geht es am Sonntag ab 17 Uhr also vornehmlich darum, mit unliebsamen Serien zu brechen.

Dass die Eisbären einen so kolossalen Fehlstart aufs Parkett gelegt haben, kam dann doch überraschend. Sieben Spiele und sieben Niederlagen lautet die ernüchternde Zwischenbilanz. Um Nationalspieler Philip Zwiener wurde das Team zwar komplett neu aufgebaut. Die Namen der Zugänge haben allerdings fast durchgängig einen guten Klang. Mit Darius Adams kam ein echter Allrounder für die Aufbauposition aus Frankreich, der sensationell eingeschlagen hat (16,4 Punkte, 5,9 Rebounds, 3,6 Assists). Mit Jeffrey Martin steht ein talentierter Nachwuchsmann als Alternative zu Adams zur Verfügung.

Für die zweite Guard-Position und die kleine Flügelrolle sind neben Philip Zwiener vornehmlich Adas Juskevicius (kam aus Litauen) und Anthony Smith (aus Frankreich) vorgesehen. Smith wurde kurzfristig für Stefan Jackson (Schulterverletzung) geholt, nachdem Angelo Sharpless als erster Ersatzmann diese Rolle nicht ausfüllen konnte. Die Youngster Jusuf El Domiaty und Bazoumana Kone entlasten von der Bank.

Der Frontcourt der Eisbären ist ein echter Hingucker. Mit Derrick Allen (13,3 Punkte, kam aus Belgien) steht Trainer Calvin Oldham einer der herausragenden Beko BBL-Spieler der letzten zehn Jahre zur Verfügung. Aus Trier wurde der drahtige Brian Harper verpflichtet. Mit Devin Searcy, aus Russland gekommen, läuft ein unglaublich kompletter Forward und Center für die Eisbären auf. Er verbuchte bisher 11,2 Punkte und 7,2 Rebounds. Komplettiert wird die Riege der großen Spieler von 2,21 m-Mann Nick Schneiders (aus Braunschweig).

„Es ist bei uns fast immer dasselbe Thema: Wir fangen gut an, können dann aber das Spiel wegen leichter Fehler nicht kontrollieren. Sobald der Gegner einen Lauf kriegt, reagieren wir nicht richtig“, analysierte Calvin Oldham nach dem 63:77 in Würzburg. Nach sieben Niederlagen hofft er schon in Hagen auf Besserung und sieht dafür gute Ansätze: „In der Verteidigung sind wir stark.“

Ingo Freyer und sein Team wollen die Wende bei den Eisbären nicht unbedingt in Hagen einläuten. „Wir haben ein Heimspiel und setzen voll auf Sieg“, so der Coach. „Wichtig ist, dass wir aus den letzten Niederlagen lernen und vor allem einen möglichen Vorsprung kontrolliert über die Zeit bringen.“ Freyer sieht Bremerhaven vor allem unter den Körben stark: „Da haben sie Leute mit Top-Niveau.“ Neben Top-Scorer Adams hat er zwei weitere Spieler als Schützen auf der Rechnung: „Smith und Juskevicius können das, hatten bisher aber noch keine guten Quoten. Das muss sich ja nicht unbedingt am Sonntag ändern.“

Autor:

Stephan Faber aus Iserlohn

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