VfL Eintracht Hagen gewinnt erstes Finalspiel mit 36:31

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Mit Heimsieg vorgelegt: VfL Eintracht Hagen erkämpft sich Fünf-Tore-Polster

Volles Tempo über 60 Minuten, dazu Leidenschaft und absolute Einsatzbereitschaft: dieses Hinspiel im Finale um die 2. Handball-Bundesliga hat gehalten, was es im Vorfeld versprochen hat. Die von vielen Medien oft betonte klare Favoritenrolle war dabei, wie zu erwarten, nicht zu erkennen. Denn hier hat der Tabellenerste der Gruppe Süd gegen den Zweiten der Gruppe Nord gespielt - und das zeigten beide Teams in einem offenen Schlagabtausch auf der Platte.

Kein langes Abtasten

Es dauerte nicht lange, bis das Spiel Fahrt aufnahm. Tim Stefan eröffnete den Torregen mit drei Treffer innerhalb von den ersten fünf Spielminuten zur 4:2-Führung. Damian Toromanovic sah in der Folge eine Zeitstrafe und in Überzahl gelang es den Gästen aus Baden-Württemberg, das Spiel ausgeglichen zu gestalten. Nach einer guten Viertelstunde stand es noch 10:9, bis die Eintracht nochmal in den nächsten Gang schaltete und innerhalb fünf Minuten auf 13:10 wegziehen konnte. Grund für den HC Trainer Matthias Heineke, seine erste Auszeit zu nehmen, die seine Mannen als Verschnaufpause nutzen konnten. Dem hohen Tempo geschuldet kam es auf beiden Seiten zu vielen technischen Fehlern und überhasteten Aktionen. Oppenweiler hatte große Probleme, Torgefahr aus dem Rückraum zu entwickeln, spielten aber immer wieder ihre Kreisläufer gut frei und suchten ihr Heil in vielen Einzelaktionen. Nach ca. 25 Minuten kommt auch VfL-Keeper Tobias Mahncke besser in das Spiel rein und verhalf seiner Mannschaft zu einer Drei-Tore-Führung zur Halbzeit.

Diese Führung galt es zu verteidigen und gegebenenfalls noch auszubauen, um mit Rückenwind in das Rückspiel gehen zu können. Die Abwehr kommt stark aus der Kabine und zwingt die Gäste zu langen Angriffen. Insbesondere Abwehrchef Alexander Becker zeigte seine Klasse und zwang den gegnerischen Rückraum durch sein cleveres Stellungspiel immer wieder zu einigen Fehlpässen und Halbchancen. Auch sein Nebenmann Julian Renninger gab keinen Ball verloren und agierte als emotionaler Leader im Eintracht-Team: ,,Die Körpersprache war von Beginn an bei allen Spielern absolut entschlossen. Wie sehr uns Juli in den letzten Spielen gefehlt hat, zeigte er mit einem Einsatz und Erfahrung. Wir sind froh, dass er wieder voll da ist", so Sportdirektor Michael Stock. Nach 43 Minuten sieht es wie eine Vorentscheidung aus, als die Eintracht zum Zwischenstand von 25:19 treffen konnte und HC OB die nächste Auszeit nahm. Gäste-Trainer Heineken stellte daraufhin um und ließ seine Mannen mit dem 7. Feldspieler agieren, wodurch sie nochmal zu klareren Torchancen kamen und auf 27:25 verkürzen konnten. VfL-Trainer Stefan Neff schenkte dem A-Jugendlichen Luca Klein in dieser Phase das Vertrauen, der es mit starken Angriffsaktionen zurückzahlte. Mit gutem Auge setzte er seine Nebenmänner gut ein und reihte sich selbst mit zwei wichtigen Toren in die Torschützenliste ein. Stock lobt den Youngster und gleichzeitig seinen Trainer für den Mut, den er bewies: ,,Das ist die Philosophie des Vereins, die wir leben. Luca hat es super gemacht und in der Schlussphase mit seinen 19 Jahren viel Verantwortung übernommen." Mit einem Schlussspurt bauten die Grün-Gelben das Ergebnis noch auf ein Fünf-Tore-Polster aus, ehe das Schiedsrichtergespann das erste Finale abpfiff.

Stimmen der Trainer

Doch was sagen die Trainer zum 36:31 für die Eintracht? Matthias Heineke ist froh um 31 geworfene Tore: ,,Natürlich hätten wir gerne ein bis zwei Tore weniger gefangen, aber wir hätten auch ein bis zwei Tore mehr kassieren können. Das Spiel hat beides hergegeben. Bei uns lief es nach der Umstellung auf den siebten Feldspieler besser, weil uns vorher die Puste ausgegangen ist und wir keine Lösungen im Zentrum mehr gefunden haben." Stefan Neff wusste, dass es ein ,,Highscoring-Game" werden würde: ,,Beide Mannschaften gehen volles Tempo, daher war klar, dass es in der Summe mehr Angriffe geben wird. Wir wollten den Schlagabtausch bewusst annehmen auch mit dem Risiko, dass wir dadurch vermehrte technische Fehler produzieren." Was dieser Sieg wert ist, wird man am kommenden Wochenende sehen. Dann folgt bereits das Rückspiel, wo sich Neff auf weitere ,,spannende 60 Minuten freut. Oppenweiler hat gezeigt, dass sie zurecht im Finale steht und wir wussten von Anfang an, dass wir nichts geschenkt bekommen. Doch wir treten seit einigen Wochen sehr stabil auf und können auch auswärts richtig Druck ausüben. Die Rechnerei spielt keine Rolle, auf uns warten heiße 60 Minuten." Das Rückspiel findet am 12.06. um 20 Uhr statt, wie gewohnt live bei Sportdeutschland.TV zu sehen.

Eintracht: Mahncke, Grzesinski, Bürgin, Becker (2), Pröhl (1), Schmidt (4), Renninger (3), Klein (2), Voss-Fels (3), Ridder (1), Gaubatz (3), Kister, Mestrum (6), Stefan (5), Toromanovic (6).

Text VFL Eintracht Hagen

Autor:

Kai-Uwe Hagemann aus Hagen

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