Peter Brühmann bei der FDP-Fraktion in Hemer

3.v.r. Peter Brühmann, rechts daneben Fraktionsvorsitzender Arne Hermann Stopsack und Ortsvorsitzende Andrea Lipproß
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Seit dem 1. April ist Peter Brühmann offiziell Fachbereichsleiter für Jugend, Schule und Sport. Das war für den Fraktionsvorsitzenden Arne Hermann Stopsack Grund genug, ihn zu einer Sitzung der FDP einzuladen. Die FDP-Fraktion war damit die erste Fraktion, bei der der 57jährige zu einem Informations- und Gedankenaustausch zu Gast war.

Zuerst beschrieb Peter Brühmann seinen Berufsweg: Er kann auf eine lange Laufbahn bei der Stadt Hemer zurückblicken, wo er 1980 seine Ausbildung begonnen hat. Dabei lag sein beruflicher Schwerpunkt eindeutig im Jugendamt, wo er u. a. die Jugendhilfeplanung inne hatte und viele Jahre Stellvertreter des Jugendamtsleiters war. Als hilfreich bewertet es Brühmann heute, dass er die Kollegen und Kolleginnen schon lange kennt und sich nicht umfangreich in die Materie sowie die lokalen Gegebenheiten einarbeiten musste.

In dem anschließenden Gespräch ging es um aktuelle Entwicklungen und Perspektiven in Brühmanns Fachbereich. Besonders die Kinderbetreuung in Hemer wurde intensiv erörtert. Insgesamt sieht Brühmann hier eine sehr ordentliche Grundversorgung, bei der auf die Wünsche und Situation der Eltern eingegangen werden kann. Die Familienzentren in Hemer seien als Netzwerke in der Fläche ein echter Aktivposten. Es zeichnet sich aber jetzt schon ab, dass weitere Investitionen ins Haus stehen, da die Betreuung nach der Schule noch weiter ausgebaut werden soll. Kritisch wurde von einigen FDPlern angemerkt, dass die Erwartungen der Eltern an die Gesellschaft oder den Staat ständig stiegen. Manche Eltern würden dabei ihre eigene Verantwortung für die Bildung und Erziehung der Kinder einfach auf den Staat delegieren.

Einen großen Raum nahm das Kibiz (Kinderbildungsgesetz) ein, das die Kindergartenorganisation und -finanzierung in NRW regelt. Dort steht eine fundamentale Reform bevor. Bereits im letzten Jahr hatte die Landesregierung unter Federführung von Minister Joachim Stamp (FDP) ein Rettungspaket von 500 Mio. Euro für die Kindertagesstätten beschlossen. Um die Zeit bis zu einem neuen Gesetz zu überbrücken, werden jetzt noch einmal 450 Mio. Euro bereitgestellt, um die jahrelang unterfinanzierten Einrichtungen erst einmal zu stabilisieren. Bei dem neuen Kibiz wird es auch darum gehen, die Flexibilität bei der Betreuung zu erhöhen, das starre Raster der Betreuungskontingente (25, 35 oder 45 Stunden) zu öffnen und Randzeiten besser abzudecken.

Nachdem der Rat unlängst zur Kenntnis nehmen musste, dass für Mutter-Kind-Unterbringungen mehrere 100.000 Euro zusätzlich ausgegeben werden, wurde die hohen Fallkosten für die stationäre Unterbringung von Kinder und Jugendlichen thematisiert. Peter Brühmann führte aus, dass man natürlich in diesen Fällen auch lieber auf Pflegefamilien zurückgriffe. Er machte aber auch deutlich, dass Pflegefamilien in vielen Fällen einfach überfordert seien und eine stationäre Unterbringung dann als einzige Möglichkeit bliebe. „Es ist uns wichtig, bei diesen schwierigen Fällen und Entscheidungen auch immer Wirtschaftlichkeitsaspekte im Auge zu behalten“, fasste Stopsack die Erwartungen der Freien Demokraten zusammen und ergänzte: „Wichtig ist es, präventive Angebote und frühzeitige Unterstützung in der Jugendhilfe und Familienarbeit stärker zu betonen.“ Dem letzten Appell schloss sich Peter Brühmann an und stellte dar, dass dies auch einer seiner neuen Schwerpunktsetzungen sei.

Autor:

Andrea Lipproß aus Hemer

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