Was Sie hören und was Sie besser lassen sollten

Es gibt immer wieder Hypes um Bands, die von der Presse forciert werden und sich nachher rausstellt, dass die Künstler das auf sie gesetzte Vertrauen nicht zurück zahlen können oder wollen. Gerade die Medien im britischen Königreich sind schnell dabei neue Künstler hoch zu loben und leider genauso schnell wieder fallen zu lassen. Ob die beiden heute rezensierten Bands dem Hype gerecht werden oder wurden, soll heute Thema sein.

In Berlin tummeln sich viele Künstler aus den unterschiedlichen Genres und so verwundert es nicht, dass Newcomer von bekannten Acts protegiert werden. Die Beatsteaks gibt es bereits seit 1995, der Durchbruch gelang Ihnen aber erst 2004 als „Die Ärzte“ sie nicht nur in ihrer Single „Unrockbar“ erwähnten, sondern auch gleich mit auf Tour nahmen. Songs wie „Hand in hand“ oder „I don’t care as long as you sing“ wurden Hits in den Alternativeclubs dieses Landes und bescherten dem Quintett Charterfolge.

Mit „Boombox“ liegt nun das aktuelle Werk der Berliner vor und bietet wieder eine Melange aus Alternative- und Punkrock Die kratzige Stimme ist hierbei wieder Markenzeichen und die Rocksounds sind gefällig. Trotzdem fehlt der Esprit der Vorgänger und die elf Songs wirken lustlos. Ausnahme ist hier nur der Song „Automatic“, der auch wieder Reggaeeinflüsse zulässt.

Statt Boombox zu konsumieren, warten wir doch lieber auf das neue Werk der Proteges, die hoffentlich dieses Jahr auch noch von sich hören lassen.

Vor zwei Jahren wurde ein neuer britischer Stern am Indiepophimmel geboren. Die White Lies legten trotz ihres jugendlichen Alters mit „To lose my life“ eines der Alben des Jahres hin und wirkten trotz klarer Reminiszenzen an Bands wie Joy Division und andere Künstler der New Wave und Postpunk Szene überraschend frisch. Mit „Ritual“ erscheint nun das Zweitwerk der gehypten Londoner.

Die White Lies erfinden sich nicht neu, aber wiederholen sich auch nicht, sondern binden Pop und Elektroelemente in ihr Werk ein und bieten einen noch bombastischeren Sound. Das Album wurde von Alan Moulder, der schon Depeche Mode oder Nine Inch Nails zu grandiosen Silberlingen verhalf, produziert.

Ein Lied rauszupicken lohnt sich nicht, denn hier liegt sicher eines der Alben des Jahres vor; also schnell in den Plattenladen des Vertrauens!

Autor:

Kay Utermark aus Herdecke

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