Was Sie hören und was Sie besser lassen sollten

Schon in einer der letzten Ausgaben beleuchteten wir die deutschen Hoffnungen – damals Cassandra Steen – im Bereich Soul und HipHop. Nach der ehemaligen Frontdame von Glashaus präsentieren jetzt auch zwei Speerspitzen dieses Genres ihre neuen Werke.

Die Söhne Mannheims sind ein Konglomerat aus Musikern, Rappern und DJs , die sich zur Aufgabe gemacht haben, die Welt mir ihrer Musik zu verbessern und die Ungläubigen zu missionieren. Besondere Aufmerksamkeit hat das Ensemble erlangt als eines ihrer Mitglieder – Xavier Naidoo – solo den Durchbruch schaffte und seine Fans auch die Musik der Baden Württemberger aufsogen. Mit „Barrikaden von Eden“ erscheint diese Tage ihr viertes Studioalbum.

Auf dem Silberling prangern die Musiker wieder alles Böse in dieser Gesellschaft an und zeigen mit christlichen Werten und der Liebe die Lösung gleich mit auf. Musikalisch ist das Ganze sehr glatt gespült und man hört leider häufig den gehobenen Zeigefinger heraus. Die Hip Hop Anteile sind auch etwas mehr geworden, wirken aber neben den triefenden schwülstigen Passagen fehl am Platze.

Positive Ausnahme ist gleich der Opener und Titeltrack des Albums, der mit überraschenden elektronischen Einlagen daher kommt. Die Freude wirkt aber, wie bereits gesagt, nur kurz. Freunde des Herrn Naidoo werden die Platte lieben, der Rest wird, wie der Schreiber dieser Zeilen, mit dem nasalen Gesang wohl nicht mehr warm werden.

Joy Denalane machte Ende der 90er als Duettpartnerin von Max Herre und seiner Band Freundeskreis zum ersten Mal auf sich aufmerksam. Die Single „Mit dir“ erklomm die deutschen Verkaufscharts und aus einem Liebesduett wurde eine Liebesbeziehung. 2002 erschien dann die erste Soloplatte der Berlinerin und konnte erste Achtungserfolge verbuchen. Das Nachfolgewerk schaffte den Sprung in die deutschen Top Ten und überraschte, da es im Gegensatz zum Debut in englischer Sprache aufgenommen wurde. Das aktuelle Werk „Maureen“ ist wieder in deutsch gehalten, kann sich aber durchaus mit amerikanischen Größen messen lassen.

Joy Denalane hat eine ähnlich sanfte Stimme wie die Ausnahmekünstlerin Sade und schafft es den Liedern Leben einzuhauchen. Songs wie „Niemand“ oder „Wo wollen wir hin von hier“ sind grandiose Stücke zwischen Soul und R & B, die auch einem amerikanischen Vergleich standhalten.

Autor:

Kay Utermark aus Herdecke

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