"Die Platzierung war nicht fair": Jazzies des TuS 96 Hilden tanzten bei der WM

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Im neuen Jahr starten die Jazzies unter dem Namen "adJassence". (Foto: Privat)

Für die Weltmeisterschaft im Jazz und Modern Dance in Polen hatten die Jazzies des TuS 96 Hilden viel und hart trainiert. Gereicht hatte es dann aber "nur" für hintere Plätze.

"Die Mädchen haben ihr Bestes gegeben", betont Trainerin Maren Klever. Die Auftritte seien richtig gut gewesen: "Von der tänzerischen Leistung her habe ich sie fast unter den Top 3 gesehen."

Dass es dann doch in der Formation Platz 16 - von 20 - wurde und die beiden Smallgroups jeweils Platz 14 von 24 ertanzten, überraschte nicht nur Maren Klever. "Auch Tänzerinnen aus anderen Nationen, etwas aus Kanada oder Finnland, haben uns gesagt, dass sie uns als Favoriten gesehen hätten."

Glitzer und Schminke

Punktabzug habe es unter anderem für zuviel Glitzer auf den Kostümen und zuviel Schminke gegeben. "Als wir vor rund zwei Jahren erstmals bei der WM mitgemacht hatten, war das Makeup exakt dasselbe - damals war es in Ordnung". Auch die Zahl der Tänzerinnen wurde bemängelt: Statt den acht Kindern auf der Tanzfläche hätte die Jury lieber mehr als 20 gesehen, so Maren Klever weiter. "Warum wird kritisiert, was den Regeln zufolge aber zulässig war?".

Sie kritisiert mangelnde Transparenz: "Die Platzierung war nicht fair." Schwierig sei es für die Mädchen unter anderem gewesen, weil die Vorgaben der Ligen in Deutschland nicht denen der internationalen Wettbewerbe entsprächen. "Bei deutschen Wettkämpfen dürfen höchstens zwölf Kinder auf die Tanzfläche. International gesehen ist das wenig. Wie soll ich aber 24 Mädchen bei der Stange halten, wenn die Hälfte bei deutschen Wettbewerben nicht mitmachen darf?"

"Erfahrung gewonnen"

Auch wenn das Ergebnis in Polen schmerzt, die Jazzies und ihre Trainerin haben der Teilnahme auch gute Seiten abgerungen: "Wir haben viel Erfahrung gewonnen. Und der Kontakt zu den Mädchen aus den anderen Ländern war prima", sagt Maren Klever. Gemeinsam in einem Hotel übernachten - das war nicht nur ein "tolles Ereignis", sondern vor allem zu Beginn "ein richtiges Abenteuer": Im Schneetreiben war der Strom ausgefallen; im Hotel wurden die Mädchen mit Kerzenlicht begrüßt.

Im neuen Jahr starten die Jazzies - dann unter dem Namen "adJassence" - in der Jugendverbandliga. Erstes Ziel ist die Norddeutsche Meisterschaft, danach würde die Deutsche Meisterschaft folgen. "Der Weg ist viel härter, die Konkurrenz doppelt so gut", sagt Maren Klever.
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2 Kommentare
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Marlies Bluhm aus Düsseldorf | 03.01.2018 | 12:04  
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Bruni Rentzing aus Düsseldorf | 04.01.2018 | 12:25  
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