Der Stadtgraben und die Wanderstraße in Kranenburg - früher und heute

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Die heute 60-jährigen und älteren Kranenburger haben noch erlebt, dass es im Stadtgraben zwischen dem Rütterswall und der historischen Stadtmauer Wasser gab. Die Jüngeren kennen den Stadtgraben nur als eine Vertiefung in der Erde. Wenn es kräftig regnet, bilden sich Pfützen auf den tiefsten Stellen darin.
Der Stadtgraben am Rütterswall wurde vom Groesbecker Bach gespeist. Dieser Bach ist in unserer Region der einzige Wasserlauf, der aus der Stauchmöräne von den Niederlanden nach Deutschland fließt.
Auf der „Neuaufnahme (1891–1912)“ – eine historische Landkarte – ist der Groesbecker Bach eingezeichnet. Bei dem Rütterswall gibt es darauf keine Verbindung mit dem Stadtgraben. Doch ist bezeugt, dass dieser Bach den Stadtgraben gespeist hat. Es wird gesagt, dass das Wasser des Groesbecker Bachs über einen leichten Hang in den Stadtgraben floss.
In den 1950er-Jahren wurde der Stadtgraben an dieser Seite von Kranenburg trockengelegt. Das Wasser des Groesbecker Bachs trennte man von dem Eingang zum Stadtgraben. Ich habe mir diese Stelle, wo das Wasser des Groesbecker Bachs in den Stadtgraben floss, angeschaut. Es ist in der Nähe des Ententeiches, die übrigens später als 1912 angelegt worden ist. Auch dieser ist nicht in die Karte eingezeichnet.
Am Rütterswall hinter dem Kreuz des Kreuzweges mit der Zahl X ist ein dickes Rohr sichtbar, das aus der Erde im Groesbecker Bach herausragt. Das Ende, oder der Anfang davon, ist verschlossen. Könnte dieses Rohr durch einen Düker mit dem Stadtgraben in Verbindung stehen? Das andere Ende des Rohres ist nicht sichtbar und ist wahrscheinlich zugeschüttet worden.
Es existieren noch historische Fotos aus der Zeit des „nassen“ Stadtgrabens. Die Bewohner der Häuschen an der Wanderstraße waren unbemittelte Tagelöhner. Mit einem Nutzgarten, einem Schwein, Hühner und eine Ziege versuchten sie über die Runde zu kommen. Doch auch ihre Kinder amüsierten sich vor ihren Häuschen. In Hausnummer 33 lebte eine Familie mit 16 Kindern!
Heute sind die Häuschen sind beliebt. Für einen Einpersonenhaushalt sind sie sehr geeignet und ihre Lage ist wunderschön. Die Hausnummer 41 wird gerade dafür umgebaut.

Autor:

Eelco Hekster aus Kranenburg

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