Jos Derks wurde heute mit dem Bürgerpreis der Gemeinde Kranenburg ausgezeichnet

Foto: Holzbach

Wenn die Motoren knattern, die Helme startbereit im Motorradbeiwagen liegen, wenn sich Biker und Behinderte gemeinsam auf den Weg machen, dann hat Jos Derks seine Hand im Spiel.

kranenburg. Seit vielen Jahren organisiert er die Motorrad-ausfahrt, der viele behinderte Menschen, die im Kranenburger Johannesstift leben, erwartungsvoll entgegensehen. Jedes Jahr im Juli ist es dann soweit: Die Bikergruppe hält vor dem Johannessift, die behinderten Menschen steigen in den Beiwagen ein - und los geht die Fahrt. Für sein großes Engagement wird Jos Derks, der auch im Johannesstift beschäftigt ist, heute mit dem Kranenburger Bürgerpreis ausgezeichnet.

„Stellen Sie sich einmal vor, Sie wären zu einem Ausflug eingeladen und würden vor Ihrer Haustür abgeholt. Es erscheinen weder ein Taxi noch ein Privatwagen. Statt dessen hören Sie ein Motorengeräusch, dass eher an den Nürburgring und an Marken wie Harley Davidson, Moto Guzzi oder BMW-Boxermotor erinnert“, wandte sich Bürgermeister Günther Steins an die Gäste im Bürgerhaus. Sie hatten vor der Ehrung an der traditionellen Kranenburger Neujahrswanderung teilgenommen und kehrten zur Niederrheinischen Kaffeetafel ins Bürgerhaus ein.

In seiner Laudatio ging Steins auf die besonderen Verdienste der Motorradgruppe um Jos Derks ein: „Sie kommen mit Motorrad und Beiwagen aus allen Teilen der deutsch-niederländischen Region nach Kranenburg. In Begleitung eines Proviantwagens und des für Kranenburg zuständigen Polizeibeamten setzt sich dann die Gruppe mit ca. 80 Personen in Bewegung und los gehts mit heulenden Motoren und Gehupe von der Wanderstraße durch Kranenburg in Richtung Zielort.“ Dort angekommen sei für Betreuung und Verpflegung bestens gesorgt. Ein solcher Tag sei für alle, vor allem aber für die Bewohner des Johannes Sift, von besonderer Bedeutung. Ermöglicht werde dieses Erlebnis durch Motorradfreunde, die sich einfach nur zu diesem Zweck einmal jährlich in Kranenburg träfen, um den behinderten Menschen eine große Freude zu bereiten.

„Für dieses soziale Engagement bedanke ich mich im Namen der Bewohner des St. Johannes Stiftes, des Rates und der Bürgerschaft in der Gemeinde Kranenburg recht herzlich“, schloss Günter Steins.

Zuvor war Kranenburgs Bürgermeister noch einmal auf das zurückliegende Jahr eingegangen, lobte die finanzielle Situation der Grenzgemeinde, in der die Pro-Kopf-Verschuldung bei nur 13 Cent liege. Schlechter sehe es allerdings bei den Zuweisungen des Landes NRW aus: Sie lägen noch immer rund 1,4 Millionen Euro unter denen des Jahres 2010. Mit dem Abriss des ehemaligen Krankenhauses zeigte sich Steins nicht einverstanden und kündigte an: „Ich bitte deshalb um Verständnis dafür, dass ich die legitimen und demokratischen Möglichkeiten, die ein Rechtsstaat bietet, für den Erhalt der denkmalgeschützten Bausubstanz nutze.“

Autor:

Annette Henseler aus Kleve

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