Zukunft der Wasserburg Haus Graven bleibt ungewiss. B/G/L enttäuscht über Beratungen im Kulturausschuss am 30.Oktober

Zukunft der Wasserburg Haus Graven bleibt ungewiss.

B/G/L enttäuscht über Beratungen im Kulturausschuss am 30.Oktober

Wird die Wasserburg Haus Graven in zwei Jahren ihre Türen für die Langenfelder Bürgerinnen und Bürger wieder verschließen?

Diese Sorge hat die B/G/L-Fraktion dazu veranlasst, die Zukunft des historischen Gebäudes im Kulturausschuss am 30. Oktober beraten zu lassen.

"Der aktuelle Mietvertrag der Stadt läuft im Jahr 2020 aus und die Zukunft der Anlage ist derzeit ungewiss", erklärt Sven Lucht von der B/G/L-Fraktion. Bürgermeister Frank Schneider habe die Angelegenheit vor Jahren zur Chefsache erklärt, konnte aber trotz intensiver Bemühungen bislang keine konkreten Ergebnisse für einen Anschlussvertrag präsentieren. Und auch im Kulturausschuss musste Schneider wieder eingestehen, dass er noch immer mit leeren Händen dasteht. „Langsam drängt die Zeit, denn auch der Förderverein der Wasserburg benötigt Planungssicherheit für seine Veranstaltungen“, erklärt Sven Lucht.

Deshalb wollte die B/G/L dem Bürgermeister ein klares Votum erteilen, zeitnah konkrete Verhandlungsergebnisse mit der Eigentümerin zu erwirken und ihm dazu einen Verhandlungsspielraum von bis zu 50.000 € für die Pacht pro Jahr einzuräumen. „Die 50.000 € als Obergrenze für eine Pacht sind viel Geld!“, gibt auch B/G/L-Kulturexperte zu bedenken. Allerdings seien 4.000€ pro Monat für dieses große Anwesen mit seinen beeindruckenden Außenanlagen nicht unangemessen. Und den Steuerzahlern solle die Pacht am Ende deutlich weniger kosten: „Denn unser Antrag sieht auch vor, dass zusätzliche Einnahmequellen die Kostensteigerung dämpfen“, so Lucht. Grundsätzlich sei Kultur aber nicht kostenlos zu haben: beispielsweise betrage alleine der städtische Zuschuss für die Schauplatz GmbH jährlich 1 Mio. €.

Im Kulturausschuss entschieden sich dann aber alle anderen Fraktionen, dem Antrag der B/G/L nicht zu folgen.

„Die CDU zog sich auf das Motto „lieber weiter abwarten“ zurück“, zeigt sich B/G/L-Fraktionssprecher Gerold Wenzens enttäuscht.

Dies sei jedoch gefährlich: „Wir haben schon lange genug gewartet, die Zeit läuft uns davon“, so Wenzens.

Ende 2010 hatte die Stadt Langenfeld das geschichtsträchtige Gebäude angemietet und dem ehrenamtlichen Förderverein zur Nutzung übergeben. Dadurch sind seit Mai 2011 der Hofgarten und die Burganlage für die Öffentlichkeit zugänglich und werden als Ausflugsziel und Veranstaltungsort von vielen Langenfeldern genutzt.

Die B/G/L möchte das heutige Nutzungs-Konzept mit dem Förderverein weiterführen, denn der Förderverein Wasserburg Haus Graven e.V. leiste eine hervorragende Arbeit mit einem in Langenfeld einmaligen Angebot für die Bürgerinnen und Bürger.

Autor:

Menzel Andreas aus Langenfeld (Rheinland)

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