Bezahlbarer Wohnraum durch städtische Wohnungsbaugesellschaft

Schon seit langem setzen sich die Langenfelder GRÜNEN für ein ausreichendes Angebot an bezahlbarem Wohnraum in unserer Stadt ein. Die letzten zwanzig Jahre waren aber geprägt durch ein großflächiges Angebot neuer Einfamilienhäuser und hochpreisiger Eigentumswohnungen. Gebaut wurde nach dem Motto "Der Markt weiß schon am besten, wo ein Bedarf besteht". Der "Markt" entschied sich dann eher für den Wohnungsbau, der den Investoren die höchste Rendite sicherte. Erst in den letzten beiden Jahren wurde das Wort "Sozialwohnung" von Stadtverwaltung und CDU überhaupt erst wieder in den Mund genommen. Die Zahlen und Fakten sprachen eben doch eine deutliche Sprache und ließen sich nicht länger ignorieren.

Die Zahl der Sozialwohnungen nimmt nämlich ständig ab. Noch um 2010 gab es in Langenfeld etwa 1.500 öffentlich geförderte Wohnungen. Im Jahr 2015 war die Zahl schon auf 1.250 Wohnungen gefallen. Im Juli 2017 beschloss der Rat ein "Strategiekonzept Wohnen 2025", in das auch der Bau von Sozialwohnungen aufgenommen wurde. Ziel sollte es sein, den Bestand von 1.250 Sozialwohnungen in Langenfeld zu halten. Bisher allerdings nicht mit durchschlagendem Erfolg. Ende 2018 war die Zahl weiter gesunken, auf nunmehr 1.175 Wohnungen. Und nach einer Prognose der NRW.Bank wird die Zahl der preisgebundenen Wohnungen in Langenfeld bis 2030 auf nur noch 620 Wohnungen absinken. Dabei liegt nach Ansicht der GRÜNEN bereits heute der Bedarf höher als der angestrebte Bestand von 1.250 Wohnungen. Dies belegen sowohl Zahlen der Sozialverbände über bestehende Wohnungslosigkeit wie auch die alljährliche Beantragung von ca. 300 Wohnberechtigungsscheinen.

Sowohl dem aktuellen Fehlbestand wie auch dem prognostizierten dramatischen Bestandsrückgang in den nächsten zehn Jahren kann man nur mit einer kommunalen Kraftanstrengung begegnen. Deshalb haben BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zusammen mit der SPD die Gründung einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft beantragt. Die Anschubfinanzierung für eine solche Gesellschaft wäre durch den hohen Haushaltsüberschuss des Jahres 2017 in Höhe von 12 Millionen Euro gesichert. Die Stadt muss endlich das Grundbedürfnis auf bezahlbaren Wohnraum genauso ernst nehmen wie die Versorgung der Einwohnerschaft mit Gas und Wasser durch die ebenfalls städtischen Gesellschaften.

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