Mendener Klimaschutzprojekt an Schulen und Kindergärten
"Watt sparen" lohnt sich

Alle in einem Boot: (v.l.) Elisabeth Niebecker-Fuhrmann (Stadwerke Menden), Britta Schnabel (ISM), Roland Garus (Wulf &Heering), Martin Niehage (ISM), Ulrich Heering (Arche Noah) und Ralf Beyer (Leiter Josefschule).
  • Alle in einem Boot: (v.l.) Elisabeth Niebecker-Fuhrmann (Stadwerke Menden), Britta Schnabel (ISM), Roland Garus (Wulf &Heering), Martin Niehage (ISM), Ulrich Heering (Arche Noah) und Ralf Beyer (Leiter Josefschule).
  • Foto: Uwe Petzold
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Das Mendener Klimaschutzprojekt "50/50 - Watt sparen", das Anfang des Jahres gestartet ist, kann eine erfolgreiche Halbzeitbilanz ziehen.

Menden. Bereits 14 Schulen und Kindertagesstätten beteiligen sich an dem Projekt, das im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums gefördert wird. Die Förderquote beträgt 69 Prozent der Kosten, es handelt sich um rund 40.000 Euro. "Der Rest ist ein Eigenanteil der Stadt Menden", wie Martin Niehage, Teamleiter des Immobilienservices Menden (ISM), betont.
Die konkreten Klimaschutzziele sollen durch eine Kombination von pädagogischen Maßnahmen und technischen Leistungen erreicht werden. Den pädagogischen Teil erläuterte Ralf Beyer, Leiter der Josefschule Menden bei einem Ortstermin: "Jede Klasse bestimmt einen Energiesprecher, zusammen bilden die dann den Energie-Rat der Schule."
Die Schüler kümmern sich dann darum, dass beispielsweise das Licht ausgeschaltet wird oder um das richtige Lüften und Heizen. Dazu gibt es weitere Aktionen wie das Thema Up-Cycling im Kunstunterricht oder der so genannten "Pullover-Tag", an dem weniger geheizt wird, die Kinder dann warmen Kleidung mitbringen.
Unterstützt wird die Josefschule, wie die anderen Einrichtungen auch, von der Arche Noah. "Wir sind schon ein paar Jahre dabei und helfen sowohl den Lehrern als auch den Schülern. Zum Einsatz kommen dabei auch Messgeräte, die den CO2-Gehalt anzeigen oder aufzeigen, dass es hell genug ist und das Licht ausbleiben kann.
Einen Teil der technischen Maßnahmen erläuterte beim Ortstermin Roland Garus von der mit den Arbeiten beauftragen Firma "Wulf & Heering". Zur Zeit wird in der Josefschule der hydraulische Abgleich vorgenommen. "Wir sorgen dafür, dass die Heizwärme im ganzen Haus gleichmäßig verteilt wird. Das kann eine Ersparnis von 8 bis 15 Prozent bringen.
Zu den technischen Maßnahmen zählen auch die Überprüfung von Abdichtungen, Außentüren und Fenstern oder die Installation von Thermostatventilen. Zahlen gefällig? In den 14 Einrichtungen wurden schon 392 Ventile ausgetauscht und 694 hydraulische Abgleiche vorgenommen.
"Das spart nicht nur Geld, sondern verringert die Emissionen und ist damit echter Klimaschutz", betont Britta Schnabel, ISM-Projektleitung.
Viel wichtiger als die Zahlen ist der nachhaltige Lerneffekt. Die Kinder leben Klimaschutz vor und tragen diese Informationen in ihre Familie, sprechen dort etwa über richtiges Heizen. "Wenn die Kinder etwas gelernt haben, dann vergessen sie es nicht. Das ist wie beim Radfahren", so Elisabeth-Niebecker-Fuhrmann von den Stadtwerken Menden.
Das Klimaschutzprojekt "50/50 Watt sparen", das die teilnehmenden Schulen und Kindergärten für vorbildliches Energiesparen auch finanziell belohnt, läuft noch bis Ende des Jahres 2021.

Autor:

Uwe Petzold aus Dortmund-Süd

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