KKV: Bayernwahl toppen - zumindest was die Wahlbeteiligung betrifft

Wahlrecht ist Wahlpflicht - Wer nicht wählt, hat Recht auf Kritik verloren

„Die Bayernwahl muss noch getoppt werden, zumindest was die Wahlbeteiligung betrifft.“ Mit diesen Worten ruft Bernd-M. Wehner, Monheimer Bundesvorsitzender des KKV, Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, nochmals alle Bundesbürgerinnen und –bürger auf, am kommenden Sonntag auch zur Wahl zu gehen. „Die Wahlbeteiligung in Bayern mit nur rund 65 Prozent darf kein Maßstab für die Bundestagswahl sein. Denn Wahlrecht bedeutet auch Wahlpflicht", unterstreicht deshalb Wehner. "Je weniger zur Wahl gehen, desto stärker ist der Einfluss extremistischer Parteien." Im Übrigen habe auch jeder das Recht auf Kritik an der Politik verloren, wenn er nicht wählen gehe.

Demokratie lebt von der Mitverantwortung aller

Der katholische Sozialverband unterstreicht, dass das Wahlrecht keine Selbstverständlichkeit sei, sondern als politisches Grundrecht in Jahrhunderten erkämpft werden musste. "Wer dieses Recht leichtfertig aufgibt, verzichtet auf seine politische Mitwirkung", so der KKV-Bundesvorsitzende. Zwar könne man nachvollziehen, dass viele Bürgerinnen und Bürger angesichts mancher "politischer Skandale" vielfach kein Vertrauen mehr in die Politik hätten. Doch deshalb nicht zur Wahl zu gehen, sei genau der falsche Weg. Demokratie lebe schließlich von der Mitverantwortung aller. Im Übrigen sei es auch wenig sinnvoll, "auf die da oben" zu schimpfen. Niemand werde daran gehindert, sich selbst zu engagieren, um es besser zu machen.

Politik ist „kein schmutziges Geschäft“

Der KKV ruft deshalb die Bürgerinnen und Bürger auf, in den politischen Parteien mitzuwirken und somit die Gesellschaft aktiv mit zu gestalten. „Politik ist ‚kein schmutziges Geschäft’ sondern so gut oder so schlecht, wie die in ihr handelnden Personen.“ Natürlich gebe es Fehlverhalten von Politikern, und diese müssten im Einzelfall auch offen gelegt werden. Aber letztlich dürfe auch der Anspruch nicht überzogen werden. Wer vom idealen und unfehlbaren Politiker ausgehe, habe offenbar eine wirklichkeitsfremde Vorstellung. „Auch die in der Politik tätigen Menschen sind letztlich nur ein Spiegelbild unserer Gesellschaft." Gleichwohl seien Politiker gut beraten, künftig die Bürger mehr in die Entscheidungsprozesse mit einzubeziehen.

Der Bundesverband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung e.V. ist ein katholischer Sozialverband mit rund 90 Ortsgemeinschaften in ganz Deutschland. Informationen zum KKV erhalten Sie im Internet unter www.kkv-bund.de, oder unter 0201 87923-0.

Autor:

Bernd-M. Wehner aus Monheim am Rhein

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