Deutschlands Nummer 1 in Monheim
13 Spieler vom Schachclub Monheim/Baumberg ohne Chance gegen Großmeister

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Gleich zu Beginn des neuen Jahres konnte der Schachclub Monheim/Baumberg 1958 e.V. seinen Mitgliedern sensationell die deutsche Nummer 1 im Frauenschach präsentieren: Elisabeth Pähtz. Pähtz hatte in den vergangenen Monaten unter anderem dadurch für Furore gesorgt, weil sie die zweite Norm und damit letzte Voraussetzung für den internationalen Titel Schachgroßmeister erfüllen konnte.

Dieser Titel – in seiner männlichen Form – ist bisher in Deutschland noch von keiner Frau erspielt worden. Pähtz betritt hier absolutes Neuland. Weltweit ist sie damit die erst 40. Frau, die sich diesen Titel erspielen konnte.

Unabhängig davon ist Elisabeth Pähtz seit Jahren die mit Abstand stärkste deutsche Spielerin, die sich seit ihrer Jugend in der nationalen und internationalen Spitze des Schachsports tummelt. Einem großen Publikum wurde sie früh durch ihre Zusammenarbeit mit Hape Kerkeling bekannt, welchem sie in seinem Schach-Kultsketch als damals Jugendliche die Züge sowie manchen flotten Spruch vorsagen durfte.
Und nun trat Pähtz im großen Saal der VHS in zwei Simultanveranstaltungen zunächst gegen 23 Kinder und Jugendliche und anschließend gegen 13 Erwachsene an. D.h. die deutsche Nummer 1 spielte gleichzeitig an 23 bzw. 13 Brettern gegen ihre Gegnerinnen und Gegner. Da Frau Pähtz einen Tag vor diesem Termin Geburtstag hatte, wurde sie von den Monheimer Schachfreunden mit einer angemessen großen Geburtstagstorte empfangen, von welcher alle Beteiligten sich ein ordentliches Stück genehmigen und sich so den anstehenden schweren Wettkampf Eine-gegen-alle versüßen konnten.
So ging es denn auch hart zur Sache: Bei den Kindern und Jugendlichen stand es nach fast drei Stunden 23:0, bei den Erwachsenen nach ebenfalls fast drei Stunden 10,5:2,5 für die Großmeisterin. Lediglich an einem Brett musste sich Pähtz geschlagen geben. Ein Schachfreund aus Lohmar konnte sie in ein überraschendes Matt zwingen. Die Monheimer Günter Gast und Daniel Schalow schafften in zwei furiosen Spielen jeweils ein Remis und waren überglücklich, gegen diese starke Spielerin nicht verloren zu haben. Günter Gast riss denn auch nach dem Remis-Schluss die Arme hoch und bejubelte seinen Erfolg ausgiebig.
Ein besonderes Erlebnis war der Besuch von Elisabeth Pähtz auch für einige Schachspielerinnen des Monheimer Clubs. Talitha Lim, Larissa Kiencke und Johanna Kraus konnten gegen ihr großes Vorbild antreten und in diesem von Männern dominierten Sport eine absolute Spitzenspielerin im direkten Wettkampf erleben. So stand nach dem Ende der Veranstaltungen auch das ein oder andere Selfie auf dem Programm und Frau Pähtz nahm sich freundlicherweise Zeit, ihren Fans in die Handys zu lächeln.
„Mal schauen, wie sich das „Großmeister-Schach“ in Monheim weiter entwickeln wird,“ freute sich der 1. Vorsitzende des Vereins, Daniel Schalow, „vielleicht haben wir ja irgendwann mal Magnus Carlson hier.“ Träumen ist erlaubt.

Autor:

Lokalkompass Langenfeld - Monheim - Hilden aus Monheim am Rhein

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