Der Sonntag in Ratingen
Randale, Feuer und ein Verkehrsunfall

Mit diesem Mountainbike verunglückte ein 16-jähriger Essener in Ratingen-Breitscheid.
  • Mit diesem Mountainbike verunglückte ein 16-jähriger Essener in Ratingen-Breitscheid.
  • Foto: Polizei
  • hochgeladen von Martin Poche

Viel zu tun hatte die Ratinger "Blaulicht-Fraktion" am letzten Sonntag , 13.. September. Ein Randalierer, ein Feuer in einer Gartenlaube und ein Verkehrsunfall hielten Feuerwehr und Polizei in Atem.

Gegen 0:20 Uhr am Sonntag meldete sich eine Anwohnerin aus Hösel bei der Polizei, weil ihr ehemaliger Lebensgefährte vor ihrer Wohnung randalierte würde. Als kurz darauf die Polizei am Einsatzort eintraf, saß der in Rede stehende Mann vor dem Wohnhaus in seinem Auto. Die Polizeibeamten forderten den Ratinger auf, seine Fahrertür zu öffnen, um seine Personalien zu kontrollieren. Dieser Aufforderung kam der Mann jedoch nicht nach: Vielmehr legte der Mann den Rückwärtsgang ein und fuhr mit Wucht in den hinter ihm abgestellten Funkstreifenwagen der Polizei, welcher dadurch an der Seite beschädigt wurde.

Daraufhin holten die Polizeibeamten den Mann unter Zwang aus seinem Auto und legten ihm Handfesseln an. Dabei kam es zu einem Gerangel, bei dem ein Polizeibeamter leicht verletzt wurde, er konnte seinen Dienst jedoch fortführen. Der 37-Jährige hingegen blieb unverletzt. Er wurde vorläufig festgenommen und zur Polizeiwache gebracht, wo die Beamten feststellten, dass der Mann augenscheinlich Drogen konsumiert und Alkohol getrunken hatte. Die Durchführung eines Atemalkoholtests war jedoch nicht möglich, weshalb dem Mann zwei Blutproben entnommen wurden.

Da der Mann mit seinem Auto unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen zur Wohnanschrift seiner ehemaligen Lebensgefährtin gefahren war, wurde gegen ihn neben einer Anzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte auch eine Anzeige wegen einer Trunkenheitsfahrt bzw. einer Fahrt unter dem Einfluss berauschender Mittel erstattet. Dies hatte auch die Sicherstellung seines Führerscheins zur Folge. Auch das Auto des Mannes wurde sichergestellt und abgeschleppt.  Die Polizei schätzt den am Streifenwagen entstandenen Sachschaden auf eine Summe von rund 500 Euro. Nachdem sich der Mann einige Stunden später auf der Wache wieder beruhigt hatte, durfte er diese wieder verlassen.

Gartenlaube in Flammen

Am Sonntag um 11.30 Uhr bemerkte ein Anwohner, dass eine auf dem Grundstück eines Wohnhauses an der Straße "Zur Alten Ziegelei" in Ratingen-West stehende Gartenlaube brannte. 
Zwar konnte die Feuerwehr nicht verhindern, dass die Laube mitsamt ihren darin befindlichen Geräten abbrannte, allerdings konnte durch den schnellen Einsatz ein Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus verhindert werden.

Nachdem die Feuerwehr die Löscharbeiten abgeschlossen hatte, übernahmen Polizeibeamte vor Ort die Ermittlungen zur Brandursache. Diese ist nach wie vor unklar, allerdings schließt die Polizei einen technischen Defekt so gut wie aus.Da die Rückwand der Gartenlaube unmittelbar an das Gelände eines Spielplatzes angrenzt, könnte es sein, dass der Brand von dort gelegt wurde - ob vorsätzlich oder fahrlässig, ist aktuell Gegenstand der Ermittlungen. Zeugenhinweise werden unter Telefon 02102/99816210 erbeten.

Rotlicht missachtet

Am Sonntag gegen 17.40 Uhr befuhr ein 16-jähriger Fahrradfahrer aus Essen mit seinem schwarzen Mountainbike der Marke Cube den kombinierten Geh- und Radweg der Kölner Straße (B1) im Ratinger Ortsteil Breitscheid, aus Richtung Mülheim kommend, in Fahrtrichtung Kreisverkehr Krummenweg. An der Autobahnanschlussstelle A52 Richtung Düsseldorf überquerte er die Auffahrt auf einer gekennzeichneten Furt, auf der Verkehr mit einer Ampel geregelt wird.  Nach Stand bisher bekannter Zeugenaussagen und aktueller Unfallermittlungen beachtete der 16-Jährige den fließenden Verkehr nicht in ausreichender Weise und ignorierte, dass die Ampel für ihn auf rot stand.

So kam es im Bereich der Auffahrt zur Kollision mit dem roten PKW Ford KA einer 39-jährigen Frau aus Voerde, die auf die Autobahn auffahren wollte. Trotz Notbremsung der Ford-Fahrerin in letzter Sekunde wurde der Fahrradfahrer vom KA frontal erfasst, zunächst gegen die Windschutzscheibe und danach auf die Fahrbahn geschleudert. Dabei zog er sich schwere, aber nicht lebensgefährliche Verletzungen zu. Nach Erstversorgung am Unfallort wurde er deshalb mit einem Rettungswagen in eine Unfallklinik nach Duisburg gebracht, wo er zur stationären ärztlichen Behandlung verblieb. Die 39-jährige Ford-Fahrerin erlitt einen leichten Schock, weitere Fahrzeuginsassen im Ford blieben unverletzt.

Autor:

Martin Poche aus Düsseldorf

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