Neue Stolpersteine in Schwelm!

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Neue Stolpersteine in Schwelm!

Die Stolperstein AG des Märkischen Gymnasiums in Schwelm versucht das Bewusstsein für die Geschichte der Schwelmer Juden während der NS-Zeit zu wecken. Dafür tauchen sie in die Vergangenheit ein, recherchieren in den verschiedensten Archiven, befragen Zeitzeugen oder versuchen mithilfe der Behörden an Informationen zu kommen, um dann in der Gegenwart mit den Stolpersteinen ein Zeichen zu setzen und die Vergangenheit der Schwelmer Juden nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Die ersten Stolpersteine wurden zum Gedenken an die jüdische Familie Herz vor dem Haus der Kölnerstraße 3 im Dezember 2006 verlegt.
Fast 2 Jahre haben die Mitglieder darauf hingearbeitet endlich 2 weitere Steine, zum Gedenken an das jüdische Ehepaar Joseph und Betty Wassertrüdinger, verlegen zu können und auch damit wieder zu erinnern. Unter großer Anteilnahme wurden die Stolpersteine am Nachmittag des 27. Novembers von Gunter Demnig, dem Initiator der Stolperstein-Bewegung, in den Gehsteig vor dem Haus Wilhelmstraße 25 gemauert. Unter anderen waren auch Schwelms Ehrenbürger Wilhelm Erfurt und die Leiterin der Begegnungsstätte Alte Synagoge in Wuppertal-Elberfeld, Dr. Ulrike Schrader anwesend.

Jochen Stobbe versuchte sich in die Situation der damals betroffenen Menschen zu versetzen und sagte: „Wir können diesen beiden Menschen ihr Leben nicht wiedergeben. Aber wir können uns an sie erinnern. Über ihren Tod hinaus gewinnen sie wieder Gestalt, werden sie wieder wichtig für uns. Wann immer wir an diesem haus vorübergehen, werden wir nun auch die Namen und das Leben dieser beiden Menschen mitbedenken.

Joseph Wassertrüdinger (1866-1939) war Inhaber und Geschäftsführer der Gummiband-Fabrik „Thoren, Reichert & Co.“, seine Frau Betty (1873-1943) eine Verwandte des Dichters Jakob Wassermann. Joseph Wassertrüdinger wurde 1939 ins Konzentrationslager Sachsenhausen verschleppt und starb nach seiner Rückkehr an den Folgen der erlittenen Misshandlungen. Betty Wassertrüdinger wurde 1942 in einen Transport gezwungen, der in das KZ Theresienstadt führte. Ihr Tod datiert auf das Jahr 1943.

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