Tierschutzverein Sundern gibt Tipps zur Igelaufzucht

Bei der Aufzucht eines Igels gilt es einiges zu beachten.
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Wie erkenne ich, ob ein Wildtier wie der Igel Hilfe braucht? Welches Futter benötigt er? Im Interview mit dem WOCHEN-ANZEIGER gibt Yvonne Walczak vom Tierschutz Sundern Tipps zum richtigen Umgang mit den Stacheltieren.

Frau Walczak, Ihr Verein kümmert sich um verwilderte Hauskatzen und Wildtiere. Wie viele Tiere beherbergen Sie zur Zeit?
Unsere Auffangmöglichkeiten sind begrenzt. Aktuell haben wir zwei Pflegestellen, die momentan Katzen versorgen. Zwei Katzenkinder sind noch zu vermitteln.

Zu dieser Jahreszeit kann man immer wieder Igel mit ihren Jungen beobachten. Was ist zu tun, wenn man ein scheinbar verwaistes Jungtier entdeckt?
Zunächst ist es wichtig, zu schauen, ob das Tier seine Umwelt wahrnimmt und ob sich das Muttertier in der Nähe befindet.

Wie funktioniert die Aufzucht eines Jungtieres?
Das hängt von der Größe des Igels ab. Ist das Tier nicht viel größer als zehn Zentimeter benötigt es Milch. Achtung: Milch, die wir Menschen trinken, kann beim Igel zum Tod führen! Ich empfehle daher Katzenmilch, von der der Igel stündlich 1 ml benötigt. Ist das Jungtier bereits ca. 15 Zentimeter groß kann man Hunde- oder Katzenfutter geben. Nassfutter versteht sich.

Was dürfen Igel sonst noch fressen?
Regenwürmer oder Schnecken beispielsweise. Für wen das nichts ist, der kann auch auf Igelfutter aus dem Zoofachhandelt zurückgreifen. Dort gibt´s übrigens auch Trockenfutter.

Wie und wo bringe ich ein Igelbaby unter?
Igel sind Ausbrecherkönige! Ein Aquarium oder ein Kaninchenstall sind optimal. Ein Igelbaby muss es warm haben, 20 Grad ist eine gute Temperatur.

Was gibt es bei erwachsenen Igeln zu beachten?
Um für den Winter gewappnet zu sein, sollte ein ausgewachsener Igel zwischen 450 und 500 Gramm Körpergewicht haben. Wer Igel in seinem Garten hat, kann ihnen beispielsweise eine Futterstelle einrichten. Wer einen Igel zu Hause aufpäppelt sollte ihm Futter geben, bis er in den Winterschlaf geht. Wichtig: Der Igel muss ins Kalte, beispielsweise in den Stall oder auf den Dachboden.

Weitere Informationen gibt der Tierschutzverein Sundern unter der Telefonnummer : 0172/ 1988870.

Bei der Aufzucht eines Igels gilt es einiges zu beachten.
Autor:

Manuela Lieflaender aus Menden (Sauerland)

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