Der Uedemerfelder Kaltbluttag war ein großer Erfolg
Starke Pferde und starkes Programm

Der Kaltblüter lief selbstbewusst los und zog alle 14 Gegner so locker hinter sich her, dass die Männer kreuz und quer übereinander aufs Stoppelfeld fielen. Fotos: LuBü
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  • Der Kaltblüter lief selbstbewusst los und zog alle 14 Gegner so locker hinter sich her, dass die Männer kreuz und quer übereinander aufs Stoppelfeld fielen. Fotos: LuBü
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Zum vierten Mal veranstalteten die Uedemer Kaltblutfreunde am den Uedemerfelder Kaltbluttag und nahmen über 1.000 große und kleine Pferdeliebhaber mit auf eine Reise in die Vergangenheit des Ackerbaus.

Lucia Bürvenich

UEDEMERFELD. Trecker oder sonstige moderne Ackerbaumaschinen suchte man vergeblich auf dem Acker der Familie Ingenerf, stattdessen ließen 17 Kaltblüter den Boden beben.

Ob pflügen, walzen oder eggen – mit historischen Ackerbaugeräten im Schlepptau demonstrierten die Besitzer mit ihren stolzen Pferden, wie in den vergangenen Jahrhunderten in der Landwirtschaft gearbeitet wurde.

Zum ersten Mal war Uwe Hilleke mit dabei. Der hessische Meister im Holzrücken zeigte in verschiedenen Disziplinen wie präzise und kraftvoll er mit seinen beiden Pferden riesige Baumstämme bewegen kann. „So etwas erfordert viel Übung und Geduld“, erklärte Marco Sixt, Moderator und Mitglied der Uedemer Kaltblutfreunde, „Uwe ist mindestens jeden zweiten Tag im Wald um zu trainieren“.

Aber nicht nur das Können, sondern auch das Vertrauen der Pferde demonstrierte der Holzrücker eindrucksvoll. Er verband ihnen die Augen, stellte sich auf ihre Rücken und schwang eine laufende Kettensäge durch die Luft. Wo so mancher Mensch Panik bekommen würde, blieben seine Pferde so ruhig als wäre nichts geschehen.

Genauso ruhig blieb auch Kaltblüter Ansco als der Schmied ihm vor einer Menschenmenge neue Hufeisen anpasste, auch wenn die heißen Eisen noch so sehr qualmten und zischten.

Aber nicht nur Zuschauen war gefragt, vor allem für die kleinen Pferdefans gab es einiges auszuprobieren. Mit ein bisschen Hilfe konnten sich Kinder selber kleine Hufeisen schmieden oder auf einem der Pferde reiten.

Auch auf einem alten Schlagkarren durfte man eine Runde drehen. Dabei hatten die Kaltblüter Idefix und Orlando so einiges zu ziehen, denn so ein Karren wiegt schon in leerem Zustand einige hundert Kilo. „Früher zogen die Pferde damit Kartoffeln und Getreide durch die Gegend – heute eben Kinder“, erklärte Moderator Theo Hebben.

Mattensurfen und Tauziehen

Zum Schluss standen noch zwei besondere Highlights an: Mattensurfen und Tauziehen. Beim Mattensurfen konnten ganz mutige Besucher sich auf eine Matte stellen, die, am Geschirr eines Kaltblüters befestigt, von diesem schnell über den Acker gezogen wurde. Vor allem die Kurven waren dabei besonders wackelig und Manche purzelte von der Matte, während Andere bis zum Ende stolz das Gleichgewicht hielten.

Die letzte Aktion war schließlich Tauziehen Mann gegen Pferd. Zwölf starke Männer und zwei mindestens genauso starke Kinder erklärten sich bereit, gegen einen der Kaltblüter anzutreten. Alle stellten sich hintereinander auf und hielten das Seil fest auf dessen anderer Seite eines der Pferde stand.
Die Spannung stieg im Publikum. Auf ein Signal ging es los. Alle legten sich ins Zeug und zogen so fest wie möglich, doch schon noch zwei Sekunden war der Wettkampf entschieden. Der Kaltblüter lief selbstbewusst los und zog alle 14 Gegner so locker hinter sich her, dass die Männer kreuz und quer übereinander aufs Stoppelfeld fielen, was im Publikum für großes Gelächter sorgte. „Tja, da sieht man es mal wieder“, meinte einer der Zuschauer, „die Kraft eines Kaltblüters kann kein Mann so schnell ersetzen“

Der Kaltblüter lief selbstbewusst los und zog alle 14 Gegner so locker hinter sich her, dass die Männer kreuz und quer übereinander aufs Stoppelfeld fielen. Fotos: LuBü
Die Kinder kamen beim Kaltbluttag voll auf ihre Kosten.
Autor:

Christian Schmithuysen aus Goch

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