Akten im Kreisarchiv sollen nicht versauern und werden nach Bayern geschickt

Gabriele Rothkegel (LWL-Restauratorin, r.) packt die Akten aus dem Kreisarchiv ein. Mit dabei: Josef Börste (Kreisarchivar, l.) und Jessica Hohmann (Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste, 
m.).
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  • Gabriele Rothkegel (LWL-Restauratorin, r.) packt die Akten aus dem Kreisarchiv ein. Mit dabei: Josef Börste (Kreisarchivar, l.) und Jessica Hohmann (Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste,
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  • Foto: Max Rolke - Kreis Unna
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Im Kreisarchiv werden Akten eingepackt: Den Anfang machten rund 2.400 Stück, die zur Entsäuerung nach Bayern in die Gemeinde Aschau am Inn transportiert werden. Damit will der Kreis Unna die Substanz der Akten erhalten.

Koordiniert wird die Aktion vom LWL-Archivamt, finanziert vom Land NRW. "Wir haben circa 10.000 Akten hier bei uns im Kreisarchiv", sagt Josef Börste, Kreisarchivar. "Die sollen alle im Laufe der nächsten zwei Jahre entsäuert werden. Darunter sind Urkunden, historische Akten und Aufzeichnungen aus dem Kreistag und seinen Ausschüssen – teilweise stammen die Dokumente aus dem 19. Jahrhundert. Wir starten mit dem Bestand 01 – diese Akten sind jetzt bis zum Ende des Jahresunterwegs."

Der Kreis Unna macht zum ersten Mal bei "LISE - Landesinitiative Substanzerhalt" des
Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) mit. Seit 2006 führt das LWL-Team Entsäuerungen durch. Das heißt, es fährt in die Archive, packt die Akten ein und schickt sie zu externen Fachfirmen, die dann die Entsäuerung durchführen. So auch die Akten aus dem Kreisarchiv. "Das Problem ist, dass das Papier sauer ist", sagt Börste. "Das betrifft vor allem das nach 1850 hergestellte Papier. Darin ist Leim enthalten. Dadurch hat das Papier einen PH-Wert von weit unter sieben – sieben ist neutral. Hinzu kommt, dass es mit der Zeit vergilbt durch die Holzfasern darin." Um es haltbarer zu machen, wird die im Papier enthaltene Säure neutralisiert und ein alkalischer Puffer eingebracht.

Gabriele Rothkegel (LWL-Restauratorin, r.) packt die Akten aus dem Kreisarchiv ein. Mit dabei: Josef Börste (Kreisarchivar, l.) und Jessica Hohmann (Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste, 
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Das LWL hat beschriftete Kartons mitgebracht, damit keine Akten durcheinanderkommen. Eine logistische Herausforderung.

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