UKBS - Mit diesen Häusern Maßstäbe setzen
Unnas Wohnzukunft beginnt mit fünf energieautarken Mehrfamilienhäusern

Die Wohnzukunft kann beginnen: Matthias Fischer, Geschäftsführer der Unnaer Kreis-Bau- und Siedlungsgesellschaft, übergibt dem 2. Beigeordneten der Kreisstadt Unna, Jens Toschläger, den Bauantrag für fünf energieautarke Mehrfamilienhäuser
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  • Die Wohnzukunft kann beginnen: Matthias Fischer, Geschäftsführer der Unnaer Kreis-Bau- und Siedlungsgesellschaft, übergibt dem 2. Beigeordneten der Kreisstadt Unna, Jens Toschläger, den Bauantrag für fünf energieautarke Mehrfamilienhäuser
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Unnaer Kreis-Bau- und Siedlungsgesellschaft übergibt Bauantrag

 Die Unnaer Kreis-Bau- und Siedlungsgesellschaft mbH plant den Bau von insgesamt fünf energieautarken Mehrfamilienhäusern. Das Projekt in Unna Königsborn basiert auf einem Konzept des Autarkieteams rund um den Energiewissenschaftler Prof. Timo Leukefeld.

Diese Häuser versorgen sich selbst mit Wärme, Strom und Elektromobilität aus der Sonne. Die zukünftigen Mieter sollen eine über fünf Jahre garantierte Pauschalmiete inklusive Energie-Flatrate erhalten. Ende August übergab die Unnaer Kreis-Bau- und Siedlungsgesellschaft (UKBS) den umfassenden Bauantrag einem Vertreter des städtischen Bauamtes.

Auf dem knapp 6.000 Quadratmeter großen Areal in der Heinrichstraße entstehen insgesamt 35 Wohnungen mit Wohnflächen zwischen 65 und 104 Quadratmetern. Ebenfalls Teil der Planung sind E-Tankstellen, die sich aus dem selbst gewonnen Sonnenstrom speisen: für eigenen E-Mobile oder für das konzipierte E-Car Sharing Projekt. Zudem entstehen 41 Stellplätze für PKW und 100 für Fahrräder.

Für Matthias Fischer, Geschäftsführer der UKBS, ist dies ein außergewöhnliches Projekt. „Zwar sind Gebäude, die sich über erneuerbare Energie selbst versorgen, inzwischen nichts Neues mehr. Das Konzept des Autarkieteams geht darüber jedoch weit hinaus. Zum einen kommt ein wirtschaftliches Geschäftsmodell hinzu, das so sozial wie nachhaltig ist. Zum anderen die innovative Idee der Enttechnisierung, wodurch die gesamte Heiz- und Warmwassertechnik annähernd wartungsfrei wird.“

Vorteile energieautarker Gebäude

Fischer bezieht sich hier auf die vielen Vorteile, die die energieautarken Gebäude allen Beteiligten bringen: Die UKBS überlässt ihren zukünftigen Mietern den Wohnraum zu einer Pauschalmiete, die neben den Kosten für Wohnen auch das Entgelt für Wärme, Strom, Warmwasser und E-Mobilität als Flatrate enthält. Das gibt den Nutzern langfristig Sicherheit vor Mieterhöhungen und erspart ihnen die – meist unangenehmen – Überraschungen der jährlichen Nebenkosten-abrechnung. Mieter können über lange Zeiträume besser kalkulieren.

Enttechnisierung weitere Vorteile

Statt der üblichen Heiztechnologie, wie Heizkessel, Wärmepumpen, Fußbodenheizungen, Heizkörper, zentrale Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung, Warmwasserboiler, -leitungen und -zirkulation oder BUS Systeme – nichts! Stattdessen sorgt eine moderne Strahlungsheizung auf Infrarotbasis in diesen Gebäuden für wohlige Wärme. Auch das Warmwasser wird dezentral, elektrisch bereitet. Als „Technik-Minimalist“ benötigen die gesamten Gebäude lediglich Stromleitungen. Seit Jahrhunderten bewährt, solide und langlebig machen sie die gesamte Heiz- und Warmwassertechnik nahezu reparatur- und wartungsfrei.

Mit diesen Häusern wird die UKBS

sicherlich Maßstäbe setzen. Dem entsprechend umfangreich waren auch die Vorarbeiten: Der Energetische Kompass, den Prof. Leukefeld mit seinem Team für uns erstellt hat, weist uns den Weg“, erläutert Fischer. Dieser zeigt die optimale Ausrichtung der Gebäude zur Sonne für einen maximalen Solarertrag sowie die Berechnungen zur Gebäudehülle nach KfW-55-Standard, ermittelt den Heizwärmebedarf für Heizung und Warmwasser sowie die Wärme- und Stromkosten für die gesamten Gebäude.
Da ausschließlich Ökostrom den restlichen Bedarf ergänzt, sind diese Gebäude in ihrem Betrieb CO2 frei. Das macht sie einzigartig und ihrer Zeit voraus. Denn: Schon heute erfüllen sie den Baustandard, den die Bundesregierung ab 2050 plant.
Der Spatenstich für die fünf Gebäude soll im Frühjahr 2021 erfolgen und die 35 Wohnungen voraussichtlich zum Winter 2021 bezugsfertig sein.

Unnaer Kreis-Bau- und Siedlungsgesellschaft

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Bezahlbaren Wohnraum in einem intakten sozialen Umfeld zu schaffen, ist das Ziel der 1939 gegründeten Unnaer Kreis-Bau- und Siedlungsgesellschaft (UKBS). Was mit zwei Neubauten und 8 Wohnungen begann, setzt die UKBS inzwischen seit über 80 Jahren erfolgreich um. Heute verfügt das Unternehmen über 3.000 Wohnungen, 35 gewerbliche Einheiten, 486 Garagen und ein Parkhaus mit 82 Stellflächen. Dabei geht das Engagement der UKBS über die bloße Betreuung der Wohnungsbestände hinaus: Mit einem umfassenden Service für Mieter, der von der Schaffung eines ansprechenden Wohnumfelds, über das bewusste Fördern der Gemeinschaften in den Wohngebieten, bis hin zur Beratung in persönlichen Notlagen reicht, wird die UKBS ihrem Gründungsgedanken gerecht: geeigneten Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten zu schaffen.

Gesellschafter der UKBS sind
der Kreis Unna, die Städte Unna, Bergkamen, Kamen, Hamm, Fröndenberg, Selm sowie die Gemeinden Bönen und Holzwickede.

Die Wohnzukunft kann beginnen: Matthias Fischer, Geschäftsführer der Unnaer Kreis-Bau- und Siedlungsgesellschaft, übergibt dem 2. Beigeordneten der Kreisstadt Unna, Jens Toschläger, den Bauantrag für fünf energieautarke Mehrfamilienhäuser
Autor:

Jürgen Thoms aus Unna

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