In der Alpener Kleiderstube kann man sich gute, gebrauchte Textilien aussuchen
Im Sinne von St. Martin

Manfred Küppers, der Küster der evangelischen Kirchengemeinde Alpen zeigt, wie man die Säcke mit nicht mehr benötigter Kleidung in einen der beiden Container in der Nähe des Gemeindehauses wirft.
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  • Manfred Küppers, der Küster der evangelischen Kirchengemeinde Alpen zeigt, wie man die Säcke mit nicht mehr benötigter Kleidung in einen der beiden Container in der Nähe des Gemeindehauses wirft.
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Die Stimmung an diesem Morgen im evangelischen Gemeindehaus an der Alpener Vorburg ist entspannt. Küster Manfred Küpper bietet Susanne Besant und Christel Költgen, die sich in der Kleiderstube engagieren, ein Heißgetränk an. "Ich hab' den Kaffee schon auf" frozzelt Christel Költgen und erzählt von den Anfängen der Einrichtung.

Von Christoph Pries

Alpen. Vor gut 30 Jahren wurde die Kleiderstube von Pfarrer Dr. Hartmut Becks initiiert. Mitte der 1980er Jahre herrschte auf dem Balkan Krieg. Viele Menschen mussten ihre Heimat verlassen, getreu dem Motto der Bremer Stadtmusikanten: "Etwas besseres als den Tod findest du überall". Die Menschen, die in Alpen ankamen, hatten oftmals nicht mehr als das nackte Leben gerettet. Die Kleiderstube war dafür gedacht, sie erst einmal mit dem Nötigsten auszustatten.
Viele Alpener denken bis heute daran, wenn sie ihre überquellenden Kleiderschränke ausräumen, die nicht mehr benötigten Textilien der Einrichtung im Gemeindehaus zur Verfügung zu stellen. Hier kümmern sich mittlerweile zwei Teams um die "Kunden".

Großes Miteinander

Das sogenannte Vormittagsteam trifft sich immer am Montagmorgen zum Sortieren der Textilien. Auch am Ausgabetag stehen die Frauen und Männer bereit.
Das sogenannte Nachmittagsteam kommt am Ausgabetag, an einem Montag im Monat, von 14 bis 16.30 Uhr, zusammen. "Beide Gruppen unterstützen sich in einem große Miteinander", betont Susanne Besant. Knapp 20 Personen engagieren sich insgesamt in den beiden Gruppen. Weitere Unterstützung wird aber immer gerne angenommen. Vor allem Männer sind ein wenig unterrepräsentiert.
Waren es zu Beginn ausschließlich Flüchtlinge, die mit Kleidung versorgt wurden, nehmen inzwischen auch Rentner oder Empfänger von Arbeitslosengeld das Angebot an. Bis zu 40 Personen kommen zu den Ausgabeterminen in das Gemeindehaus und decken sich mit gut erhaltener, gebrauchter Kleidung ein. Junge Familien mit Säuglingen werden dabei von Lisbeth Terlinden betreut. Alle andere finden im Gemeindehaus das Passende. Zu entrichten ist dabei ein kleiner Obolus. "Das tut der Dankbarkeit aber keinen Abbruch", betont Susanne Besant. Schließlich findet man hier grundsolide Textilien, die "die Menschen zum Strahlen bringen." "Weil wir so nett sind und uns kümmern, gibt es auch schon mal Plätzchen oder Schokolade", verrät Christel Költgen.
Dabei ist die Beratung manches Mal eine Herausforderung. "Die Verständigung mit Händen und Füßen klappt aber immer", lachen die beiden ehrenamtlichen Helferinnen.
Wenn die Alpenerinnen und Alpener ihre Kleiderschränke ausräumen, sollten sie auf jeden Fall an die Kleiderstube im Gemeindehaus denken. Hier ist man dankbar für jede Spende.

Manfred Küppers, der Küster der evangelischen Kirchengemeinde Alpen zeigt, wie man die Säcke mit nicht mehr benötigter Kleidung in einen der beiden Container in der Nähe des Gemeindehauses wirft.
Susanne Besant und Christel Költgen zeigen hier Kinderkleidung. Ob die Hose und das Oberteil wohl zueinander passen?
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Lokalkompass Xanten aus Xanten

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