Kommt freies WLAN doch noch? – EUV hat sich um EU-Fördergelder beworben

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WLAN in der Altstadt? Der EUV hat einen Antrag für Fördermittel eingereicht. (Foto: Thiele)

Immer mal wieder flammte in den vergangenen Jahren die Idee des kostenlosen WLAN in der Castroper Altstadt auf, und sie ist noch nicht endgültig verglüht. Denn jetzt hat sich der EUV Stadtbetrieb des Themas angenommen und eine Bewerbung für das EU-weite Förderprogramm „WiFi4EU“ abgegeben.

„Wir haben uns auf der Internetplattform registriert und zum Stichtag beworben“, erklärt EUV-Chef Michael Werner auf Stadtanzeiger-Nachfrage. „Wenn es eine Förderung gibt, nehmen wir die mit.“ Ob Castrop-Rauxel zu den ersten 1.000 Kommunen gehört, die mit je 15.000 Euro gefördert werden, um ein „WLAN für alle“ zu verwirklichen, steht aber noch nicht fest. „Wir warten auf eine Rückmeldung, aber zurzeit ist die Website wegen technischer Probleme abgestürzt“, so Werner.
Bei der Bewerbung mussten die Kommunen einen Ort benennen, „wo die Öffentlichkeit sich trifft“. In Castrop-Rauxel ist das die Altstadt mit Marktplatz und Fußgängerzone. Sollten die Fördermittel fließen, soll hier ein WLAN-Hotspot entstehen. „Dann brauchen wir einen IT-Spezialisten für den Zugang zum Internet. Wir müssen gucken, wo Leerrohre liegen, wo Laternen für die Antennen sind, und wir müssen einen Router installieren“, so Werner. „Das ist ein überschaubarer Aufwand, und es gibt genügend Anbieter.“

EU stellt 120 Millionen Euro zur Verfügung

Das Förderprogramm „WiFi4EU“, das von der Europäischen Kommission initiiert wurde, sieht vor, dass bis zum Jahr 2020 insgesamt 120 Millionen Euro aus dem EU-Haushalt zur Verfügung gestellt werden, um kostenloses öffentliches WLAN in bis zu 8.000 Gemeinden in allen Mitgliedstaaten sowie in Norwegen und Island zu ermöglichen.
Michael Werners Kenntnis nach sollen sich jetzt 16.000 Städte beworben haben. Wenn es diesmal nicht für Castrop-Rauxel klappt, „werden wir uns immer wieder bewerben“. Denn wie die Europäische Kommission auf ihrer Website mitteilt, „werden in den kommenden zwei Jahren vier weitere EU-Aufforderungen zur Bewerbung veröffentlicht“.
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