Von Bahnhofsbaracke zum Bürgerbahnhof - Dorstener Bürger sollen den Bahnhof neu mitgestalten

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Das Dorstener Bahnhofsgebäude - seit Jahren schon ungenutzt. (Foto: Stadt Dorsten)
Dorsten: Bahnhof Dorsten |

Der Bahnhof Dorsten soll in den nächsten fünf Jahren mit Fördergeldern aus dem Programm „Wir machen MITte – Dorsten 2020“ umfassend saniert und wieder nutzbar gemacht werden. Unter Federführung von Joachim Thiehoff (Büro für Bürgerengagement und Ehrenamt) soll das Konzept dafür mit Bürgern entwickelt werden. Eine Auftaktwerkstatt dafür ist am 7. März geplant.



Seit 137 Jahren ist der Dorstener Bahnhof als Abfahrts- und Ankunftsort das infrastrukturelle Herz der Stadt. Seit einigen Jahren jedoch ist das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude ungenutzt und steht leer. Gleichzeitig wächst der Wunsch, ihn als attraktiven, inspirierenden und kreativen Ort von und für die Bürgerschaft mit neuem Leben zu füllen: Man will den Bahnhof zum Bürgerbahnhof machen.

Eine Auftaktwerkstatt am 7. März 2016 um 19 Uhr im Jüdischen Museum Westfalen (Julius Ambrunn-Straße 1) soll erste Impulse für die Zusammenarbeit mit Bürgern und Institutionen liefern. Weitere Ideenwerkstätten finden ab April statt. Alle Bürger, Vereine und Initiativen sind eingeladen, Teil der „Bahnhofsfamilie“ zu werden, um mit Ideen und konkreten Nutzungsinteressen für die mögliche Zukunft des Bahnhofs miteinander ins Gespräch zu kommen.

"Wir machen MITte - Dorsten 2020"


Der Stadt Dorsten ist es gelungen, mit dem integrierten Handlungskonzept „Wir machen MITte – Dorsten 2020“ Städtebaufördermittel aus dem Bund-Länder-Förderprogramm „Soziale Stadt“ für die Sanierung und den Umbau des Bahnhofsgebäudes als „Bürgerbahnhof“ zu gewinnen.
Auch von anderen Seiten sind die Weichen nun auf Zukunft gestellt: Mit der Verlegung des westlichen, stadtseitigen Gleisabschnittes durch die Deutsche Bahn kann das Bahnhofsgebäude in den kommenden Jahren erstmals auf direktem Wege erreicht werden.
Die gemeinnützige Beschäftigungsgesellschaft Dorstener Arbeit hat großes Interesse signalisiert, Teile des Bahnhofsgebäudes zu nutzen und die inhaltliche und programmatische Ausrichtung als „Bürgerbahnhof“ aktiv zu unterstützen.

Die Stadt Dorsten bleibt dauerhaft Eigentümer des Bahnhofsgebäudes und übernimmt mit dem Büro für Bürgerengagement und Ehrenamt als verbindlicher Partner eine aktive Rolle für die Entwicklung im Sinne der Bürgerschaft. Sie wird dabei von den Architekten und Kommunikationsexperten der Arbeitsgemeinschaft modulorbeat/IMORDE (Münster/Berlin) mit Blick auf erste gemeinsame Schritte unterstützt.

Um bis zum Jahr 2020 aus der Vision „Bürgerbahnhof“ ein reales Gebäude werden zu lassen, lädt die Stadt Dorsten alle Bürger, Organisationen, Vereine, Initiativen, die lokale Wirtschaft sowie alle Interessierten ein, in einem transparenten, offenen und kooperativen Entwicklungsprozess das Projekt gemeinsam zu denken und zu entwickeln. Gemeinsam sollen in mehreren Werkstätten ab März Vorstellungen, Ideen und Anregungen für mögliche Nutzungen des Gebäudes als Zukunftsoptionen gesammelt und diskutiert werden, um die Idee des „Bürgerbahnhofs“ schrittweise zu konkretisieren.
Folgende Fragen stehen dabei im Mittelpunkt: Wie kann sich der Bahnhof zu einem „Bürgerbahnhof“ von und für die Dorstener entwickeln? Was soll er in Zukunft für die Stadt leisten? Was soll an solch einem Ort stattfinden? Wer will sich hier einbringen? Und wie?
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