Kanitz: "Urteil geht an der Realität vorbei"

Anzeige
Dortmund: Stadt |

Enttäuscht reagiert die Dortmunder CDU auf das Urteil des Verwaltungsgerichtes Gelsenkirchen zur Sperrbezirksverordnung: „Ein Urteil, das an der Lebenswirklichkeit in Dortmund völlig vorbeigeht“, kommentiert der Kreisvorsitzende Steffen Kanitz.

„Es gab damals einen Dortmunder Konsens darüber, dass wir die Folgen einer ausufernden Straßenprostitution und der auftretenden Begleitkriminalität als Stadtgesellschaft nicht länger dulden. Das Dortmunder Modell der Straßenprostitution ist damals gescheitert. Das hat das Verwaltungsgericht gestern bestätigt. Deshalb haben wir den Straßenstrich richtigerweise geschlossen. Alle Experten sind sich heute einig, dass dies der richtige Schritt war“, so der Kreisvorsitzende Steffen Kanitz. „Wenn man das Selbstverwaltungsrecht der Kommunen ernst nimmt, muss es der Stadt Dortmund auch möglich sein, die Bürger vor Straßenprostitution und deren Folgen zu schützen“, kann Steffen Kanitz das Urteil des Verwaltungsgerichtes nicht nachvollziehen. „Niemand kann uns als Stadt zwingen, einen Straßenstrich einzurichten“.

Kinder haben Angstatlas gezeigt

„Die Kinder der Kleinen Kielgrundschule haben mir damals einen Angstatlas übergeben, in dem sie per Fotodokumentation auf die unhaltbaren Zustände in der Nordstadt hinwiesen. Nicht erst seitdem muss allen Beteiligten klar gewesen sein, dass eine nicht mehr zu verantwortende Gefährdung von Kindern und Jugendlichen besteht“. Aus diesem Grund verbiete sich eine Spekulation über Alternativstandorte. „Niemand darf jetzt mit den Ängsten der Bürger spielen. Wir sollten stattdessen gemeinsam überlegen, wie wir ähnliche Verhältnisse wir im Frühjahr 2011 verhindern“, appelliert Kanitz für ein abgestimmtes Vorgehen über Parteigrenzen hinweg. "Um Zeit zu gewinnen, macht es aus heutiger Sicht Sinn, die Zulassung der Berufung gegen das Urteil des Verwaltungsgerichtes zu beantragen.“

Lesen Sie mehr zu dem Thema:

> Gericht gibt Huren recht
> "Prostitution ist moderne Skaverei"
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.