Das Tor, das keines war: 50 Jahre Wembley

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Auch Uwe Seeler kam zur Eröffnung der Sonderausstellung ins Fußballmuseum. (Foto: Andreas Klinke)

Das Endspiel um die 8. Fußball-Weltmeisterschaft 1966 zwischen England und Deutschland (4:2 n.V.) ist zum Mythos geworden. Das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund würdigt die Begegnung mit dem legendären „Wembley-Tor“ mit der neuen Sonderausstellung „50 Jahre Wembley – Der Mythos in Momentaufnahmen“, die bis zum 15. Januar zu sehen ist.

Zur Ausstellungseröffnung kamen u.a. DFB-Präsident Reinhard Grindel sowie die damaligen WM-Teilnehmer Uwe Seeler, Hans Tilkowski, Willi Schulz, Horst-Dieter Höttges, Wolfgang Overath und Siggi Held.
Das vorentscheidende und als „Wembley-Tor“ berühmt gewordene 3:2 für England in der Verlängerung wirft bis heute die ungeklärte Frage auf: Tor oder kein Tor?
Die unterlegene deutsche Nationalmannschaft um ihren Kapitän Uwe Seeler zeigte sich nach den dramatischen und kräftezehrenden 120 Spielminuten als fairer Verlierer.

Sympathien auf der ganzen Welt

Ihre aufrechte Haltung ohne Hass und Hader nach dem aus ihrer Sicht irregulären Spielverlauf brachte der deutschen Nationalmannschaft 21 Jahre nach Kriegsende Sympathien auf der ganzen Welt ein. Auch heute sind die Szenen von Wembley allgegenwärtig – Schlüsselbilder deutscher und englischer Fußballgeschichte.
Im Mittelpunkt der Sonderausstellung steht eine künstlerische Medieninstallation. Auf raumhohen Spiegel- und Projektionsflächen überlagern sich zum Teil unveröffentlichtes Filmmaterial mit Grafik und Sound zu einer multiperspektivischen, collagenhaften Rauminszenierung.

Unveröffentlichtes vom Jahrhundertfinale

Außerdem zeigt die Sonderschau zum Teil unveröffentlichte Fotografien vom „Jahrhundertfinale“. Zum ersten Mal wird das berühmte „Sportfoto des Jahrhunderts“ von Axel Springer jun. alias Sven Simon mit dem niedergeschlagenen Uwe Seeler entschlüsselt und erläutert – das Deutsche Fußballmuseum lüftet die letzten Geheimnisse von Wembley.
"WM hat sich auch ohne Titel gelohnt"
DFB-Ehrenspielführer Uwe Seeler: „Wenn nach der unglücklichen Niederlage damals das Verhalten unserer Mannschaft dazu beigetragen hat, dass unser Ansehen als Deutsche gestiegen ist, hat sich diese Weltmeisterschaft in England auch ohne Titel gelohnt. Ich freue mich sehr über die Gelegenheit, anlässlich der Sonderausstellung im Deutschen Fußballmuseum mit meinen alten Weggefährten zum 50-jährigen Jubiläum zusammenzukommen und die eine oder andere Anekdote von früher auszutauschen.”

Info:

"50 Jahre Wembley – Der Mythos in Momentaufnahmen“
31. Juli 2016 – 15. Januar 2017, Eintritt 5 Euro (ermäßigt 3 Euro; Kinder unter 6 Jahren und Besucher der Dauerausstellung Eintritt frei)
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