Querbeet durch alle Genres: Chor „VoiceUnit“ probt im Wickeder „Lindenhof"

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Nur unter der Dusche singen, das reicht den Mitgliedern von „VoiceUnit“ nicht: Die Mitglieder aus Dortmund und umliegenden Orten haben sich in Wickede zusammengefunden, um von Rock über Musical bis Gospel gemeinsam zu singen. Geprobt wird dienstags im „Lindenhof“. (Foto: Schmitz)
 
Ob mit oder ohne Noten, das Singen macht den Mitgliedern von „VoiceUnit“ großen Spaß. (Foto: Schmitz)
Dortmund: Lindenhof |

„Mamma Mia, here I go again ...“ schallt es durch den Wickeder „Lindenhof“: Ein durchaus ungewöhnliches Liedrepertoire für einen Chor, das auch die Altersstruktur widerspiegelt: Von 21 bis 60 Jahren geht die Spanne der momentan 13 „VoiceUnit“-Mitglieder.

Rock, Pop, Musical und Gospel, Aktuelles und Oldies bilden das Repertoire der Gruppe: Gegründet wurde der Chor im November 2014, wie der 1. Vorsitzende Michael Bierwolf-Sprave erzählt. „Viele unserer Mitglieder haben Vorerfahrung, da sie zuvor bereits in einem anderen Gospelchor sangen. Wir haben aber auch schon einige neue Mitglieder von Bergkamen bis Hombruch, die noch keine Chorerfahrung hatten.“

So ist zum Beispiel eine Arbeitskollegin seiner Frau (ebenfalls Mitglied) dabei. Reichlich Erfahrung hat Chorleiter Torben Bergmann aus Brackel, der u.a. auch beim Chor Clamott‘ in Schwerte singt.

"Hollywood Hills" und "We Are Marching in the Light of God“

Neben ABBA haben die Mitglieder aber auch aktuelle Hits drauf: So ertönt beispielsweise „Hollywood Hills“ von Sunrise Avenue oder „The Rose“, bekannt durch Bette Midler, Barbra Streisand und LeAnn Rimes. Aber auch Gospelsongs wie „We Are Marching in the Light of God“ singen die Mitglieder in dem hellen, großen Hinterzimmer zu Bergmanns Keyboard-Klängen. Weitere Instrumente sollen folgen.

„Mir gefällt es, dass unsere Musik querbeet ist“, so Daniela Preuß. Die 27-jährige Hombrucherin findet es auch gut, dass niemand vorsingen muss. Mitsingen kann jeder. „Wir nehmen jeden ab 17, das Ende ist offen“ bringt es Schriftführer Ingo Szperna schmunzelnd auf den Punkt. Notenkenntnisse oder Chorerfahrung sind nicht erforderlich. „Singen kann jeder, und wenn es schief ist“, lacht Szperna.

Die Größe des Chors ist noch offen. „20 bis 25 wäre sehr angenehm, ist aber kein Limit“, so Szperna. „Wenn wir in den ,Lindenhof‘ nicht mehr reinpassen, gehen wir eben in die Westfalenhalle“, scherzt er. „Besonders Männer sind willkommen. Neun unserer 13 Mitglieder sind weiblich.“ Dies sei ein grundsätzliches Problem für Chöre, so Bierwolf-Sprave. „Es gibt Chöre, die fast nur aus Frauen bestehen.“

Singen macht allen Spaß

Den Mitgliedern macht das Singen sehr viel Spaß. „Ich finde es zudem schön, neue Menschen unterschiedlichen Alters kennen zu lernen“, so Kirsten Landfester. Die 49-jährige Wickederin war bereits im anderen Gospelchor dabei und ist mitgewechselt. „Es gibt kein besseres Hobby, um abzuschalten.“

Die Auswahl der Songs erfolgt basisdemokratisch: „Jeder darf seine Wünsche einbringen“, so Szperna. „Unser Chorleiter entscheidet dann, ob es umsetzbar ist“, ergänzt Bierwolf-Sprave. Zum Vorstand gehören neben Bierwolf-Sprave und Szperna die 2. Vorsitzende Monika Linke und Kassiererin Claudia Söpper.

Die ersten Auftritte sind schon geplant. „Wir haben zwei bis drei Anfragen für den Sommer“, verrät Szperna. Zudem soll es in den nächsten Wochen eine öffentliche Chorprobe geben.

Geprobt wird immer dienstags von 19.30 bis 21 Uhr im „Lindenhof“, Wickeder Hellweg 22. Infos/Kontaktmöglichkeiten unter www.voiceunit.de und per Mail an voiceunit[at]web.de.
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