Wahlumfrage NRW: Rot-Grün ohne Mehrheit - LINKE mit sensationellen 6 Prozent wieder im Landtag

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Eine aktuelle Wahlumfrage für den Landtag in NRW sieht Rot-Grün ohne Mehrheit und starke Zuwächse für CDU und DIE LINKE.

Wären am kommenden Sonntag Landtagswahlen in dem bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands, nämlich in Nordrhein-Westfalen, würde die dortige derzeitige rot-grüne Landesregierung ohne Mehrheit dastehen. Dieses Bild vermittelt zumindest eine aktuell veröffentlichte Wahlumfrage vom 27. Mai 2015.

Die SPD kommt mit Ministerpräsidentin Hannelore Kraft nur noch auf 34 Prozent (Landtagswahlen 2012: 39,1 Prozent). Die CDU erreicht mit Oppositionsführer Armin Laschet 38 Prozent (2012: 26,3 Prozent), die Grünen 12 Prozent (2012: 11,3 Prozent), die FDP 6 Prozent (2012: 8,6 Prozent), DIE LINKE 6 Prozent (2012: 2,5 Prozent), die Piraten nur noch 1 Prozent (2012: 7,8 Prozent) und die AfD 2 Prozent.

CDU und LINKE können deutlich zulegen

Die CDU kann somit sportliche 12 Prozent zulegen. Die SPD verliert im Vergleich mit der Wahl im Jahre 2012 über 5 Prozent. Während die Grünen annähernd ihr Ergebnis von 2012 erreichen und die FDP rund ein Drittel der Stimmen verliert, können die LINKEN ihr Ergebnis mehr als verdoppeln. Die Linken können somit wieder in den Landtag einziehen. Vermutlich auf Kosten der Piraten, die mit 6,8 Prozent noch mehr als die SPD verlieren und aus dem Landtag ausscheiden würden. Für die Linken macht sich sicherlich das gute Wahlergebnis bei den Kommunalwahlen 2014 bezahlt. Die damals neu hinzugewonnenen kommunalen Mandate haben den Unterbau der Partei extrem gestärkt und die Verankerung in der Bevölkerung erhöht.

Die Bildzeitung meldet auf ihrer Internetseite, dass nun folgende Mehrheiten möglich seien: "Neben einer Großen Koalition gäbe es nach dieser Umfrage auch Mehrheiten für eine Ampel- oder Jamaika-Koalition." Tatsächlich gäbe es aber noch zwei weitere Mehrheiten. Nämlich eine für ROT-ROT-GRÜN, auch wenn es der Springerpresse nicht in den Kram passt und sogar eine für Schwarz-Grün. Im Vergleich mit der Westfalenpost, die das Ergebnis und den Einzug der Linken mit keinem Wort bei der Berichterstattung über diese Umfrage erwähnte, hat selbst die Springerpresse sauberen Journalismus geleistet.
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2 Kommentare
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Christoph Nitsch aus Bochum | 30.05.2015 | 15:06  
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Carsten Klink aus Dortmund-Ost | 31.05.2015 | 19:55  
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