Baubeginn für Drainage, die Karnaps Keller trocken legen soll, verzögert sich

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Schon 2012 wurde bilanziert, welche Wohnstraßen in Karnap betroffen sind.
Es dürfte die Stadtverwaltung und die Kommunalpolitik nicht erfreut haben, was da die Stadtwerke Essen bekannt geben mussten.

Die Karnaper müssen wohl noch länger mit Wasser im Keller leben. Wie die Stadtwerke mitteilen, wird der Bau des Ersatzsystems neu überdacht.
Die Gründe liegen nicht in der seit Jahren andauernden Diskussion um die Frage, wer für den hohen Grundwasserstand verantwortlich ist und die Drainage bezahlt, sondern in der zögernden Haltung vieler Anwohner.

Rund 100 wurden schriftlich um ihr Einverständnis gebeten, den privaten Grund im Rahmen der Bauarbeiten nutzen zu dürfen. Doch nur etwa ein Drittel ist einverstanden. „Ein solch komplexes Ersatzsystem kann aber nur als Ganzes funktionieren“, bedauert Stadtwerke-Sprecher Dirk Pomplun. Nun will man im Sommer noch einmal auf die Grundbesitzer zugehen.

Nicht jeder Grundbesitzer hat zugestimmt

Damit verzögert sich der Baubeginn. SPD-Ratsherr Guido Reil warnt: „Die Drainage wird nun wohl erst ein Jahr später fertig, also 2017.“ Ihn entsetzt die Zurückhaltung vieler Grundstücksbesitzer, zumal Bürgersteige, Gärten etc. ja wieder hergestellt würden und es für die Zeit der Arbeiten vor der Tür noch dazu Geld gebe. Reil: „Da kommen schnell 600 Euro im Monat zusammen.“ Allerdings dürfe niemand erwarten, den Preis in die Höhe treiben zu können: „Die Beträge sind gesetzlich festgelegt.“ Somit könne die Baumaßnahme zwar verzögert werden, aber durchgeführt werde sie in jedem Fall.
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