Fracking ist keine Technologie, sondern ein Verbrechen!

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Broschüre der Umweltgewerkschaft

In der letzten Ratssitzung lehnte die Essener Rats-GroKo aus SPD und CDU einen Antrag der GRÜNEN ab, dass sich die Stadt für ein gesetzliches Verbot des Fracking ausspricht. Der SPD war natürlich klar, dass sie dieses Verhalten irgendwie rechtfertigen muss, versucht man doch im Allgemeinen, sich als Fracking-Gegner darzustellen. Also erklärte SPD-Ratsfrau Julia Kahle-Hausmann, dass die SPD gegen Fracking auf Essener Stadtgebiet sei und ein generelles Frackingverbot über die Kompetenzen der Stadt überschreiten und deshalb keine Resolution nötig sei. Fragt sich nur, warum sich über 2.200 Kommunen in Deutschland in Resolutionen gegen Fracking aussprechen. Wohl doch, um ein klares Zeichen zu setzen. Das möchte die SPD in Essen nicht, denn es ist ja ihre Umweltministerin Barbara Hendricks, die dem Fracking Tür und Tor öffnen will - mit der sinnigen Begründung, eine Technologie könne man nicht verbieten.

Am 1. April beschloss die Bundesregierung einen Gesetzentwurf zur Regelung des Fracking in Deutschland, das nun noch den Bundestag passieren muss. Angeblich sei damit das Fracking so streng geregelt und beschränkt, dass keinerlei Gefahren drohen. Mit scheinbar harmlosen Probebohrungen zu angeblich rein wissenschaftlichen Zwecken soll das Tor zum kommerziellen Fracking jedoch weit geöffnet werden. Deshalb wird es entgegen der Forderung einer großen Mehrheit in der Bevölkerung eben ausdrücklich nicht verboten. Am Ende kann dann eine „Expertenkommission“ kommerzielles Fracking genehmigen.

Laut Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe lagern unter der Oberfläche der Bundesrepublik bis zu 2,3 Billionen Kubikmeter Erdgas aus Schiefergestein. Damit könnte Deutschland gerade mal ein gutes Jahrzehnt ohne Lieferungen aus dem Ausland auskommen. Die internationalen Energiekonzerne und ihre Ausrüster haben ihre Claims schon abgesteckt. Für ihre kurzfristigen Profite sind diese Leute willens und fähig, die Haut unserer Erde großflächig zu perforieren und dafür verheerende Folgen für unser Trinkwasser, für das Klima und die Stabilität der Erdkruste billigend in Kauf zu nehmen. Denn Fracking heißt, dass mit giftigen Chemikalien versetztes Wasser unter hohem Druck in tiefe Gesteinsschichten gepumpt wird, um diese aufzubrechen, damit das darin eingeschlossene Gas entweichen kann.

Neben den Gefahren für das Grundwasser rückt in letzter Zeit durch Vorkommnisse in Spanien und Kanada die Erdbebengefahr durch Fracking stärker in den Fokus. Dabei zeigt schon die hemmunslose Ausplünderung konventioneller Gasvorkommen, dass dieser Raubbau so nicht weitergehen kann. In den Niederlanden hat ein Gericht Mitte April die weitere Gasförderung in der Provinz Groningen verboten, weil sie zum erhöhten Sicherheitsrisiko für 600.000 Menschen geworden ist. Zehntausende Häuser sind bereits durch Erdbeben beschädigt, die immer häufiger und immer schwerer werden. Die Schäden werden auf über 6 Milliarden Euro beziffert.

Fracking ist weit gefährlicher, weil es noch umfassender in das System der Biosphäre eingreift. Die Bergarbeiterinitiative "Kumpel für AUF" hat aufgedeckt, dass die Pläne der vorzeitigen Zechenschließungen im Ruhrgebiet direkt mit der Vorbereitung des Fracking zusammenhängen. Nur ein vollständiges und weltweites Verbot des Fracking kann weitere schwere und irreparable Schäden für Mensch und Umwelt verhindern.

Eine sehr informative Broschüre zum Thema Fracking hat gerade die Umweltgewerkschaft herausgebracht (siehe Bild; http://www.umweltgewerkschaft.org/index.php/de/akt...)

Unterstützenswert ist auch die folgende Petition für ein Fracking-Verbot:
https://www.change.org/p/bundestag-fracking-gesetz...
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