Geflüchtete schneller in Wohnungen vermitteln

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(Foto: Rainer Sturm/pixelio.de)

Mietervereine in Wohnungsprüfung einbeziehen - Leerstands-Management aufbauen

Die Ratsfraktion DIE LINKE hält die jüngst geschlossene Vereinbarung zwischen der Stadt Essen und der städtischen Wohnungsgesellschaft Allbau AG zur Gründung einer Wohnungsvermittlungsagentur für längst überfällig. So sollen in den nächsten zwei Jahren 4.000 Geflüchtete in 2.000 Wohnungen untergebracht werden. Möglich werden soll das durch die Einstellung neuer Mitarbeiter, die u.a. in vier Teams Flüchtlinge direkt beraten und vermitteln sollen.

„Die Stadt hat für die Unterbringung Geflüchteter in Wohnungen nicht schnell genug ausreichendes Personal eingestellt“, so die Fraktionsvorsitzende Gabriele Giesecke. „Darum sind die zusätzlich eingeplanten Stellen immer noch nicht besetzt. Deshalb haben wir in der letzten Ratssitzung beantragt, dass die Stabstelle für Wohnungsvermittlung ab sofort vorrangig mit neuen Mitarbeiter/innen aufgestockt werden soll. Das ist auch deshalb dringend, weil sich die Klagen von Vermietern häufen, dass ihre Wohnungsangebote für Flüchtlinge erst spät bearbeitet werden.“

Die Ratsfraktion DIE LINKE hat zu diesem Thema weitere Anträge gestellt, die über die Vereinbarung mit dem Allbau hinausgehen. Demnach sollte die Stadt auch mit anderen großen Wohnungsgesellschaften Rahmenverträge abschließen, die eine schnellere Unterbringung ermöglichen sollen. Interessierte Essener Mietervereinen sollten in die Prüfung von Wohnungen für Flüchtlingsunterbringung einbezogen werden.

„Zudem haben wir vorgeschlagen, dass die Verwaltung gemeinsam mit Wohnungsgesellschaften, Mietervereinen, Hausbesitzervereinigungen und Maklern, Vorschläge für ein effektives Leerstands-Management macht. So könnten wir uns die Installierung einer App vorstellen, mit der leere Wohnungen direkt an die Stadt gemeldet werden können“, so Gabriele Giesecke abschließend.
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