Christliche Schulen in der Diskussion

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Das „Politisches-Kamingespräch“ der CDU Kupferdreh/Byfang wird bereits im siebzehnten Jahr angeboten. Die in den zurückliegenden Jahren angebotene breite und interdisziplinäre Themenvielfalt ist Bestandteil des Dialogkonzeptes, dass eine ergebnisoffen Diskussion gewollt beinhaltet. Diesmalige Gäste sind Pfarrer Dietmar Klinke (Schulreferat der Ev. Kirche) und Harald Gesing (Dezernat für Schule und Hochschule im Bistum Essen).

CDU lädt zum 33. Politischen-Kamingespräch nach Dilldorf


Thema: Die Zukunft der christlichen Bekenntnisschulen

Am Freitag, dem 24. April 2015, 19.00 Uhr (Einlass ab 18.45 Uhr), lädt die CDU Kupferdreh/Byfang alle interessierten Mitbürgerinnen und Mitbürger, Organisationen, Schulen, Vereine, Kirchen und Religionsgemeinschaften zum traditionellen Politischen-Kamingespräch recht herzlich ein. Veranstaltungsort ist erneut die Flugschule Käufer, Rehmannshof 45, in Essen Kupferdreh/Dilldorf.

Das diesjährige Kamingespräch im Frühjahr, mittlerweile das 33. Kamingespräch im Stadtteil, widmet sich dem aktuellen Thema der christlichen Bekenntnisschulen und deren Zukunft in einer sich zunehmend säkularisierenden und bunter werdenden Gesellschaft. Referenten und Diskutanten des Abends sind Pfarrer Dietmar Klinke vom Schulreferat der Evangelischen Kirche und Harald Gesing vom Dezernat für Schule und Hochschule im Bistum Essen. Das Thema lautet „Christliche Bekenntnisschulen in der säkularen Gesellschaft: Sind Konfessionsschulen noch zeitgemäß?“. Unter der Moderation des CDU Vorsitzenden, Ratsherrn Dirk Kalweit, wird auch Bezug genommen auf die aktuelle Änderung des Schulgesetztes, welche eine Umwandlung von christlichen Bekenntnisschulen in Gemeinschaftsgrundschulen erheblich vereinfachen soll. Traditionsgemäß wird während der Veranstaltung Rotwein, Mineralwasser, Vollkornbrot und Käse gereicht. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Hintergrundinformationen:


Die gesellschaftliche Wirklichkeit in Deutschland und Nordrhein-Westfalen hat sich in den zurückliegenden Jahren spürbar verändert. Hiervon ist auch der religiöse Bereich nicht ausgenommen. Denn im Kontext der zunehmenden Säkularisierung der Gesellschaft – gerade in den urbanen Zentren - gehört mittlerweile eine wachsende Zahl von Bürgern keiner christlichen Religionsgemeinschaft mehr an. Daneben wächst durch eine stetig steigende Zuwanderungsbewegung der Anteil derer, der einer anderen als christlichen Konfession angehört.

Im Zuge dieser gesellschaftlichen Entwicklung geraten seit einigen Jahren die christlichen Bekenntnisschulen (Grund- und Hauptschulen), die in staatlicher Trägerschaft sind, in NRW zunehmend in politische Bedrängnis, obwohl über die Hälfte der Grundschulkinder christlichen Glaubens sind. So sind aktuell 36,8 Prozent der Grundschulkinder in NRW katholisch getauft, 24,6 Prozent evangelisch. 17 Prozent sind konfessionslos und 16,2 Prozent islamischen Glaubens. Tendenz steigend.

Für die Grundschulkinder stehen in NRW rund 3000 Grundschulen zur Verfügung, 1942 Gemeinschaftsgrundschulen und 975 konfessionell gebundene, davon 881 katholische und 94 evangelische. Von den 527 öffentlichen Hauptschulen sind 486 Gemeinschaftsschulen und 41 katholische Bekenntnisschulen. 75 der knapp 400 NRW-Kommunen haben keine Gemeinschaftsgrundschule. Mit dem „Elften Gesetz zur Änderung des Schulgesetzes für das Land Nordrhein-Westfalen“ (11. Schulrechtsänderungsgesetz), möchte die rot-grüne Landesregierung in NRW nun die Umwandlung von Bekenntnisschulen in Konfessionslose Schulen erleichtern. Die Entscheidung soll final jedoch bei den Eltern liegen. Über die erleichterte Umwandlung von Bekenntnisschulen in Gemeinschaftsgrundschulen haben sich die NRW-Landtagsfraktionen von SPD und Grünen bereits mit den zuständigen Bistümern und Landeskirchen verständigt.

Während Rot-Grün Bekenntnisschulen als nicht mehr zeitgemäß einstuft, darin einen Anachronismus und „in Zeiten der Toleranz und Integration Unterscheidung und Diskriminierung“ erkennt, und an die Umwandlung aller bestehender Bekenntnisschulen zu Gemeinschaftsschulen denkt, sieht die CDU in der Debatte einen drohenden völlig unnötigen Kulturkampf auf Kosten der Kinder, der Eltern, der Lehrer und der Kommunen. Die CDU argumentiert, die Institution der Bekenntnisschulen habe sich seit Jahrzehnten im Land bewährt und genieße Verfassungsrang.

Politisches Kamingespräch der CDU – Bürger-Dialog-Klassiker in Kupferdreh


Bereits seit 1999 veranstaltet die örtliche CDU das Politische-Kamingespräch unter dem Motto „Politische Horizonte öffnen“. Im Kaminzimmer der ehemaligen Bundeswehrfachschule in Dilldorf, landschaftlich reizvoll über dem Baldeneysee gelegen, oder in der Steinbeis Hochschule im neuen Hochschul-Gewerbe-Wohnpark Prinz-Friedrich, bietet die CDU zweimal im Jahr allen interessierten Bürgern, Organisationen, Institutionen, Vereinen und Kirchen ein Forum für die Beschäftigung mit gesellschaftspolitischen, wissenschaftlichen und kirchlich/religiösen Themen in angenehmer und sachlicher Atmosphäre an.

Das CDU-Bürger-Dialog-Gesprächsforum „Politisches-Kamingespräch“ möchte mit seiner breiten Themenvielfalt ergebnisoffen diskutieren, zur Nachdenklichkeit anregen und frei von Aktionismus und der Hektik des politischen Alltags die Möglichkeit bieten, nachzudenken, querzudenken und Zukunftsvisionen zu entwickeln. Das traditionell gutbesuchte Politische-Kamingespräch der CDU ist zu einem festen Bestandteil im Veranstaltungskalender Kupferdrehs geworden.
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4 Kommentare
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Anastasia-Ana Tell aus Essen-Ruhr | 23.04.2015 | 19:35  
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Manuela Burbach-Lips aus Dortmund-City | 25.04.2015 | 14:38  
46.002
Anastasia-Ana Tell aus Essen-Ruhr | 25.04.2015 | 15:01  
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Bruni Rentzing aus Düsseldorf | 26.04.2015 | 10:06  
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