Aller Anfang fiel nicht schwer

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Geschäftsführer Carsten Linck hat noch viel vor mit dem Bürgermeisterhaus an der Heckstraße. Foto: Archiv
 
Franziska Dannheim singt sich bei „Oper légère“ durch elf Werke. Foto: Archiv

Carsten Linck hat noch viel vor mit dem Bürgermeisterhaus an der Heckstraße

Ob beim Einkaufen, auf den Straßen, bei der Folkwang Universität, herzliche Kontakte waren sofort da. Aller Anfang ist schwer? Das gilt nicht in Werden, schon gar nicht für Carsten Linck.

Der großgewachsene Gitarrist steht in „seinem“ Bürgermeisterhaus an der Heckstraße und lächelt zufrieden: „Meine Aufnahme hier im Haus, von Publikum, Vorstand, Unterstützern, eigentlich von ganz Werden, war einfach klasse.“ So beschreibt Linck die Zeit als Geschäftsführer der Werdener Kulturvilla seit dem 1. Juli vergangenen Jahres.

Anspruchsvolles Programm

Mit seinem anspruchsvollen Programm hat sich das Bürgermeisterhaus in der Region etabliert. Einzusehen sind Termine unter www.buergermeisterhaus.de, ein exzellenter Ruf lockt die Besucher. Seit Linck von den Philippinen zurückgekehrt ist, häuft er Pläne und Ideen, die für frischen Wind sorgen. Beispiele? Ein Salsakurs lockte derart viele Tänzer an, dass die Räumlichkeiten fast gesprengt wurden. Wiederholung nicht ausgeschlossen. Mehr Kabarett ist geplant, Ziel sind sechs Veranstaltungen im Jahr, etwa alle zwei Monate. Am 9. März kommt Nils Heinrich, bissig und boshaft serviert er die größten Gemeinheiten, aber mit einem leisen Lächeln. Es gibt das Literaturcafé, die Kunstsprechstunde, die mit der Buchhandlung Thomas Schmitz ins Leben gerufene Lesereihe „Donnerstags im BMH“ bietet einen literarischen Streifzug erster Güte. Künstler nutzen die Räume für ihre Ausstellungen.

„Musik im Blut“

Der Gitarrist hat „Musik im Blut“, von daher ist der Schwerpunkt klar. Die Vorstellung sensationeller Talente in der Reihe „Junge Elite“ wird weiterhin ein fester Baustein bleiben, Gesprächskonzerte mit Professor Till Engel, die Masterabschlüsse in klassischer Musik finden hier einen würdigen Rahmen. Auf zwei bekannte Konzertpianistinnen darf man sich freuen: Am Ostermontag wird Anke Pan gastieren, in Kammermusikbesetzung. Im Herbst hofft Linck auf Anna Malikova.
Auch Jazz blüht auf im Bürgermeisterhaus: „Ich habe da einen fantastischen Sänger, der wird demnächst mit seinem Quartett auftreten.“ Die Akustik ist ideal, ein Konzert des Brockmeier-Quartetts wurde bereits live mitgeschnitten, weitere CD-Produktionen scheinen möglich. Besonders Jazzpianisten sind ganz verliebt in das ehrwürdige Klavier des Hauses. In Zusammenarbeit mit der Folkwang Universität wird es im Rahmen der musikalischen Früherziehung Kinderkonzerte gegeben, hier können die Studenten Erlerntes vertiefen und vor Ort ein Konzept entwickeln: „Es kann doch nichts besseres geben, als raus aus der Uni und rein in die Praxis zu gehen.“

Elf humorvolle Parforceritte

Ein Herzenswunsch ist Linck die Zusammenarbeit mit Franziska Dannheim. Zu jeder Jahreszeit gibt es ihren Mitsing-Nachmittag aus dem reichen Schatz der Volkslieder. Der nächste Termin von „Es tönen die Lieder“. ist am 26. März. Hier sind alle eingeladen, die Freude am Singen haben. Notenkenntnisse sind nicht erforderlich, die Texte können auf einer Leinwand mitgelesen werden. Carsten Linck weiß um einen regelrechten Boom: „Singen kommt wieder in Mode.“ Ab Mai kommt dann mit „Oper légère“ eine ganzjährige Reihe ins Programm, hierzu wird es ein Abo mit vergünstigtem Eintritt geben. Die Dannheim singt sich durch elf Werke wie etwa Don Giovanni, La Traviata, Freischütz, begleitet von Jeong-Min Kim am Piano. Elf humorvolle Parforceritte durch die Partituren, Linck muss schmunzeln: „Da könnte schon auch mal eine Operette dabei sein, das nehmen wir nicht so genau!“
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