Ein Hingucker

Anzeige
Die sitzende „Musica“ und der „Herold“ waren schon beim KunstTag 2013 ein Hingucker. Foto: Archiv
 
Roger Löcherbach bot eine Kostprobe seines Könnens beim "SchachtZeichen". Foto: Archiv

Barbara Schröder rührt die Trommeln für die zwei Löcherbach-Skulpturen „Herold“ und „Musica“


Werdener Kunstfreunde können sich freuen: Die monumentalen Holzskulpturen „Musica“ und „Herold“ des Fischlaker Künstlers Roger Löcherbach sollen auf der Grünfläche des Platzes der Werdener Feintuchwerke ihre neue Heimat finden.

Noch fristen sie ihr Dasein auf dem „Betriebsgelände“ in Fischlaken, doch bald sollen sie ein besonderer Blickfang der Abteistadt werden: Der aus einer Fischlaker Eiche gefertigte „Herold“ ist fast vier Meter hoch, sein Pendant „Musica“ aus einer Riesen-Kirsche an die drei Meter hoch. Beim KunstTag 2013 standen sie vor dem Werdener Rathaus und beeindruckten schwer die Liebhaber der schönen Künste. Auch Barbara Schröder ist kunstbegeistert, hat sich der Sache angenommen. Nach Rücksprache mit der Jury „Kunst im öffentlichen Raum“ wurde der ideale Platz für die riesigen Figuren gefunden: „Wir haben verschiedene Plätze besichtigt, dieser schien uns am besten geeignet, hier kann sich die monumentale Wirkung entfalten!“ Auch wird durch die unmittelbare Nähe zur Folkwang-Universität ein ganz besonderer Einklang von Natur und Musik gefunden.

Feuer und Flamme

Roger Löcherbach arbeitet seit 1998 freischaffend als Bildhauer in Essen. Seine Werke sind in vielen bayerischen Städten, aber auch in Düsseldorf, Duisburg oder Mülheim an der Ruhr zu finden. In seiner Werkstatt in Fischlaken entstehen Holzskulpturen in allen Größen, roh, behandelt, einige farbig bemalt. Haltung und Gestik seiner Figuren entwickelt Löcherbach aus der Wuchsform der vorgefundenen Stammformen. Endgültig einem größeren Publikum bekannt wurden die Figuren 2010 beim „SchachtZeichen“ ganz in der Nähe, als Löcherbach „live“ eine große Skulptur aus dem Stamm sägte.
Spendensammeln ist kein Selbstläufer, Barbara Schröder musste dicke Bretter bohren und ist weiterhin mit Feuer und Flamme bei der Sache: „Die Finanzierung ist noch nicht ganz gesichert, ich habe aber Hoffnung. Das muss in Werden doch klappen! Eine Stiftung hat bereits einen erheblichen Anteil gespendet, ein Antrag ist bei der Allbaustiftung eingereicht.“

Jubiläumsgeschenk

Mit Heinz-Josef Bresser als Vorsitzendem des Geschichts- und Kulturvereins Werden wurde ein Partner gefunden, gemeinsam hat man sich beworben bei der Jubiläumsgeschenks-Aktion der Sparkasse, die 175 Jahre alt wird und aus diesem Anlass 175 Vereinen jeweils 1.000 Euro schenkt. Zwar ist Barbara Schröder zuversichtlich, bittet aber die Werdener um Mithilfe: „Die Sache hat nämlich einen Haken: 400 Vereine haben sich beworben. Die Vergabe erfolgt durch eine Abstimmung im Internet, also wer die meisten Klicks hat, ist dabei. Deshalb würde ich mich freuen, wenn zahlreiche Leser, die die Aufstellung der Skulpturen unterstützen möchten, bis zum 30. Juni auf der Seite der Sparkasse Essen ihr Votum für ‚Herold‘ und ‚Musica‘ abgeben würden.“
Auch die Bezirksvertretung war begeistert von dieser Aufwertung der Wiese an der B224 und frohlockte: „Wieder mal ein Hingucker für Werden!“ Sie beauftragte die Verwaltung einstimmig, die notwendigen vertraglichen Voraussetzungen zu schaffen, damit die Skulpturen aufgestellt werden können.

Kunst- und Krempelmarkt

Am Sonntag, 29. Mai, findet in Werden das „Fest der Sinne“ statt. Aus diesem Anlass veranstaltet Barbara Schröder in der Grafenstraße 12, direkt gegenüber dem Gymnasium Essen-Werden, vom 27. bis zum 29. Mai einen „Kunst- und Krempelmarkt“. Zu Erstehen gibt es unter anderem Original-Zeichnungen und eine kleine Skulptur von Roger Löcherbach. Bis dahin verteilt Barbara Schröder eifrig Flyer, die informieren und vielleicht auch zu der einen oder anderen Spende führen. Die Bankverbindung lautet: DE90 3605 0105 0001 6025 56 bei der Sparkasse Essen.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.