Auf dem Prüfstand

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Rege Diskussionen mit der Nase direkt am großen Lageplan des Verkehrskonzeptes. Foto: Bangert
 
Werdener Bürger diskutierten die Verkehrspläne. Foto: Bangert

BI „Fließend Werden“ und CDU Werden informieren vereint über das Verkehrskonzept


Selten war ein Infostand so gut besucht wie der gemeinsame der Bürgerinitiative „Fließend Werden“ und der CDU Werden vor dem Rathaus. Die Bürger kamen vorbei, informierten sich über die zu erwartende Umverteilung der Verkehrsströme, sahen und hörten ganz genau hin.

Großen Zuspruch erfuhren die Kritiker des von ihnen kurzerhand umbenannten Verkehrs-Verlagerungs-Konzeptes, welches ihrer Ansicht nach das Abteistädtchen unselig teilt. Sie hatten bereits eifrig gesammelt, nun kamen 200 neue Unterschriften gegen das Konzept zusammen. Allerdings fanden sich durchaus auch Stimmen, die dem Verkehrskonzept Positives abringen können. Es ist halt eine rege, höchst kontroverse Diskussion rund um den Versuch, dem umweltschädlichen Autoverkehr auf der B224 Herr zu werden.
Während einige schon gedanklich lärmende und stinkende Karawanen die kleinen Seitengassen verpesten sehen, verweisen andere darauf, dass das Nadelöhr der Brückstraße deutlich entlastet und mit einem neu zu gestaltenden Marktplatz ein erhebliches Maß an Aufenthaltsqualität dazu gewonnen werde. Werden bekäme endlich eine richtige Mitte.

Rege Diskussionen

Dies belächeln wiederum Gegner des politisch fast schon komplett abgesegneten Konzeptes, welches im Prinzip nur noch das Feintuning durchlaufen muss, der Rat wird Anfang 2017 entscheiden. Christdemokrat Peter Bialas möchte dies verhindern, erläuterte die „Pferdefüße“, die in seiner Bilanz die hohen Ausgaben von mindestens 6,35 Millionen Euro nicht rechtfertigen, eher Werden schädigen. Besonders eloquent wurde direkt am großen Lageplan des Verkehrskonzeptes gestritten, als Bezirksvertreter Patrick Widmaier hinzustieß. Der Sprecher der CDU-Fraktion sieht anders als seine Werdener Parteikollegen um Hanslothar Kranz die Verbesserungen der katastrophalen Schadstoffwerte als großen Zugewinn und eine Aufwertung des ÖPNV durch einen Werdener Ortsbus: „Wir müssen etwas tun. So darf es nicht bleiben.“ Auch SPD-Politiker Benjamin Brenk machte sich an Ort und Stelle ein Bild von der Stimmung.

Gedanken machen

An alternativen Vorschlägen mangelt es nicht, intelligente Ampelschaltungen, temporäres Halteverbot in der Brückstraße, Durchfahrtsverbot für Schwerlastverkehr. Auch zweifeln die Kritiker die vorliegenden Gutachten zur zukünftigen Entlastung durch Emissionen an: „Selbst das Umweltministerium NRW hat konstatiert, dass der prognostizierte NO²-Rückgang leider nicht in dem Maße zurückgeht wie erwartet.“ Andererseits habe der Gutachter die jetzige Belastung überhöht angesetzt. Patrick Widmaier hörte aufmerksam zu und versprach, weiter mit der Bürgerinitiative im Gespräch zu bleiben. Diese hat sich jedenfalls ihr Ziel, nämlich fließenden und somit nicht ganz so belastenden Verkehr in und durch Werden, direkt in den Namen geschrieben und fordert die Bürger auf, sich Gedanken zu machen: „Nehmen Sie sich die Zeit, das Geplante kritisch auf den Prüfstand zu stellen. Sprechen Sie darüber mit anderen Werdenern.“ Weitere Informationen finden sich unter www.Verkehrskonzept-Werden.de oder bei Facebook unter „Verkehrskonzept Werden“.
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