Mit Nadolny und Hauer ins Super-Wahljahr

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Matthias Hauer ist unumstrittener CDU-Kandidat für die Bundestagswahl. Foto: Archiv
 
Nach Willen der CDU Werden soll Jennifer Nadolny in den Landtagswahlkampf ziehen. Foto: Nosbers

CDU Werden nominiert Jennifer Nadolny und Matthias Hauer für die Landtags- und Bundestagswahlen 2017


2017 finden die Bundestagswahlen und in Nordrhein-Westfalen die Wahlen zum Landtag statt. Der Südwahlkreis war teilweise der einzige Landtagswahlkreis im Ruhrgebiet, der von der CDU gewonnen wurde. Er bestand bisher aus Rüttenscheid, Bergerhausen, Rellinghausen, Stadtwald, der Ruhrhalbinsel und dem Bezirk IX.

Die Zahl der dort registrierten Wähler lag aber inzwischen um 25,6 Prozent über dem Landesdurchschnitt. Aufgrund der aktuellen Gesetzeslage musste verkleinert werden: Da angrenzende Wahlkreise unterm Landesschnitt lagen, wurden ihnen die Stadtteile Byfang und Burgaltendorf sowie Bredeney und Schuir zugeteilt. Dieser neue Zuschnitt ist höchst umstritten, Guntmar Kipphardt, Vorsitzender der CDU im Stadtbezirk IX, hatte dazu erklärt, das Ganze sei Trickserei: „Rot-Grün in Düsseldorf wäre gut beraten gewesen, die seit 40 Jahren bestehende politische Einheit des Bezirkes IX, zu dem Kettwig, Werden, Bredeney sowie Schuir gehören, nicht aus parteipolitischer Taktik zu zerschlagen.“ Diese „Unterstellungen“, sich einen sicheren Wahlkreis gebastelt zu haben, wies die SPD empört zurück. Sei es, wie es sei, die CDU muss sich mit dem neuen Zuschnitt abfinden.

Zwei junge Kandidaten

Auf der Mitgliederversammlung der CDU Werden stellten sich nun die Bewerber für die kommenden Landtags- und Bundestagswahlen vor: Unumstritten ist Matthias Hauer als Bewerber für die Bundestagswahl 2017. Ihm gehörte bei der letzten Wahl erhöhte Aufmerksamkeit, als er nach einer beispiellosen Nachzähl-Aktion letztlich mit gerade einmal 93 Stimmen Vorsprung seine SPD-Konkurrentin besiegte. Die hieß übrigens Petra Hinz, zog über die Landesliste auch in den Bundestag ein und machte nun unrühmliche Schlagzeilen. Für den Platz im NRW-Landtag entwickelt sich bei der CDU einen wirklicher „Wettkampf“, hier gibt es nämlich zwei junge Kandidaten: Der Heisinger Fabian Schrumpf ist Rechtsanwalt und Ratsherr, seine Kontrahentin Jennifer Nadolny aus Kettwig ist Diplom-Juristin, sitzt im Vorstand der CDU Werden. Beiden werden ähnlich gute Siegchancen eingeräumt, ein Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet.

Es bleibt spannend

Nachdem Hanslothar Kranz als Vorsitzender der CDU Werden die Anwesenden begrüßt und die Kandidaten willkommen geheißen hatte, stellten die Kandidaten sich und ihre politischen Schwerpunkte vor. Danach bestand die Möglichkeit, Fragen zu stellen, sowohl aus dem politischen Bereich, als auch zum privaten Werdegang. Das Themenspektrum war dabei sehr vielfältig: So ging es um aktuelle kommunale Probleme, die Kriminalität in Essen, das Wirtschaftswachstum in NRW und die Bildungs-und Schulpolitik. Nach der anschließenden Aussprache und Abstimmung wurde wie erwartet Matthias Hauer für die Bundestagskandidatur gewählt. Die Werdener bestimmten mit überwältigender Mehrheit Jennifer Nadolny für die Landtagskandidatur. Es bleibt spannend und abzuwarten, wie die anderen CDU-Ortsvereine votieren werden.

Schwerpunkt innere Sicherheit

Jennifer Nadolny legt ihren politischen Schwerpunkt neben Familien- und Schulpolitik vor allem auf die innere Sicherheit und setzt sich für eine Neukonzeptionierung des Sicherheitssystems und eine Änderung der bisherigen Sicherheitspolitik ein. Dazu gehöre vor allem eine deutliche Aufstockung der Polizeikräfte, eine bessere Koordination und Verteilung der Einsatzkräfte und eine verbesserte Ausstattung der Polizei: „Die Sicherheit ist elementar und Fundament unserer Gesellschaft, auf das jeder Einzelne einen Anspruch hat“. In NRW insgesamt und auch in Essen steige die Kriminalität insbesondere im Bereich der Diebstahls- und Einbruchskriminalität weiter an, das Land belege aber bei der Aufklärung der Straftaten einen der letzten Ränge. Jennifer Nadolny machte klar: „Unser Land ist lebens- und liebenswert, aber wir müssen unsere Potenziale endlich wieder nutzen, Leistung anerkennen und vor allem die Sicherheit stärken, damit NRW wieder an der Spitze steht“.
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