Wittenbrink-Liederabend: "Für Männerversteher"

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Der Kiosk "Zur scharfen Ecke" wurde von Britta Tönne erfunden... Foto: Pedro Malinowski/MiR
Gelsenkirchen: Musiktheater im Revier |

Wenn am Samstag, 18. Oktober, 19.30 Uhr, der Liederabend „Männer“ im Kleinen Haus des Musiktheaters im Revier Premiere feiert, dann wird Grönemeyers Lied „Männer“ nicht erklingen. Aber viele andere Songs, die tief in die Psyche des Mannes blicken lassen.

Thomas Weber-Schallauer inszeniert den Franz Wittenbrink-Liederabend als einen, der sich „liebevoll mit den Schwächen der Männer“ befasst. Ausgangspunkt ist das verlorene Fußballspiel des Lieblingsteams. „Das ist sozusagen der Auslöser der kollektiven Krise“, erklärt Weber-Schallauer. „Aber es handelt sich nur sehr bedingt um einen Fußball-Liederabend.“

"Nur bedingt ein Fußball-Liederabend"


Trotzdem erzählt die Liederfolge eine Geschichte, auch wenn „nur“ gesungen wird. „Wir wollen mit dem musikalischen Pfund, das uns hier mit unserer Cast zur Verfügung steht, natürlich wuchern“, so der Österreicher, der gleichzeitig die schauspielerischen Fähigkeiten lobt, die während der Proben zum Vorschein kamen.

Schauspielerische Fähigkeiten


Am Klavier sitzt Thomas Rimes, der die musikalische Leitung des Abends innehat und davon überzeugt ist, dass gerade die Klasse „seiner“ Sänger die Vorstellung besonders macht. „Es gibt sehr schnelle Gegensätze - auch musikalisch - durch die verschiedenen Genres, die in schneller Folge gehört werden. Vom Schubert-Lied über einen Rap bis hin zum Schlager“, führt Rimes aus.

Vom Schubert-Lied über Rap bis zum Schlager


Das Bühnenbild hat Britta Tönne, längst bekannt durch ihre märchenhaften Einfälle, kreiert. „Wir wollten, dass der Zuschauer denkt, das Stück spielt hier um die Ecke“, berichtet sie. „Deshalb besteht das Bühnenbild aus einem Kiosk und dem dazugehörigen Straßenraum“, lächelt sie. „Ein Männerspielplatz.“ Einer der Inspizienten habe gesagt: „Den kenne ich, der ist in meiner Straße.“ Doch das kann nicht sein. „Er ist frei erfunden“, so Britta Tönne und sie muss es wissen.

"Umme Ecke anne Bude"


Der Liederabend „Männer“ nach Franz Wittenbrink ist also eine Revue, aber auch ein Stück Musiktheater, das jetzt genau wen anspricht? Männer oder Frauen? „Es ist für Männerversteher“, sagt Thomas Weber-Schallauer charmant. „Ich denke, es spricht Frauen und Männer gleichermaßen an“, ist Dramaturgin Anna Grundmeier sicher. „Jedenfalls werden die Frauen von unseren Männern schön becirct“, verspricht Britta Tönne.

Vom Müttersöhnchen bis zum Super-Macho


Vom Muttersöhnchen bis zum Super-Macho stehen acht verschiedene Männertypen auf der Bühne, hinzu kommt „Die Frau“, ohne die nix geht. Wie im Leben. Und „Wann ist ein Mann ein Mann?“ wird wirklich nicht gesungen? „Nein, aber ein anderer Song von Grönemeyer“, verspricht Weber-Schallauer.
Nach der Premiere am Samstag gibt es neun weitere Vorstellungen, die nächsten sind am 25./26. Oktober und 1., 7. und 9. November. Karten kosten 24 Euro, es gibt sie unter Telefon 4097-200.
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