Die Zukunft der Politik

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Es wurde diskutiert, gefragt und Lösungsvorschläge unterbreitet. (Foto: Gerd Kaemper)
Gelsenkirchen: Hans-Sachs-Haus |

Am gestrigen Freitag wurde im Ratsaal des Hans-Sachs-Hauses getagt. Allerdings fanden sich dabei etwas jüngere Gesichter als sonst auf den Stühlen wieder: 35 Schüler nahmen am Planspiel Kommunalpolitik teil.

Im Sommer wurden Jugendliche im Rahmen der „U18-Wahl“ zur Urne gebeten, gestern saßen einige von ihnen sogar selbst in einer Ratssitzung; als Teilnehmer, nicht etwa Zuschauer. Im Rahmen des Planspiel „Kommunalpolitik“ ging es unter dem Motto „Ohne Jugend ist kein Staat zu machen“ vor allem um die Belange der jungen Erwachsenen in der Sitzung unter der Leitung des Oberbürgermeisters.

Nachhaltig politisches Interesse wecken

„Hier geht es um ein Projekt, das nachhaltig das politische Interesse junger Menschen fördern will“, erklärte Udo Reimuth, Teamleitung Jugendförderung und dezentraler Kinderbeauftragter der Stadt Gelsenkirchen, bereits im Sommer. Auch damals zeigte er sich angetan vom Einsatz des Oberbürgermeisters, Frank Baranowski, der seine Unterstützung für das Projekt schon damals zusagte.

Im Vorfeld zur Sitzung hatten Jugendliche des Kinder- und Jugendforums, der Gesamtschule Buer-Mitte und des Weiterbildungskolleg Emscher-Lippe alles penibel vorbereitet: nach ihrer Zuteilung in die jeweiligen Parteien (Bürger-Bündnis Gelsenkirchen, CDU, FDP und SPD) ging es in die Arbeitsgruppen, in denen jene Anträge ausgearbeitet wurden, die gestern mit Vertretern der Stadtverwaltung diskutiert wurden.

Enthusiasmus und Einsatz bei den Teilnehmern

Anna Janßen, vom Kinder- und Jugendforum Gelsenkirchen-Süd, war von dem Einsatz der jungen Menschen bei der zweitägigen Vorbereitung und auch am Tag selbst begeistert: „Es ist eine ganz tolle Truppe, alle sind sehr engagiert und mit Leidenschaft dabei!“ Im Vorfeld hatte die Gruppe auch eine echte Ratssitzung verfolgt: „Die meisten wollten gar nicht gehen, weil sie es so interessant fanden und haben danach wild diskutiert“, erinnert sich Janßen.

Das macht sich auch schnell in der Sitzung selbst bemerkbar. Insgesamt geht es ruhiger und weniger polemisch als auf einer regulären Ratssitzung zu. Nach einer ungewöhnlich langen Begrüßung (in der erst einmal der genaue Ablauf, die technische Seite der Sitzung und die Teilnehmer vorgestellt wurden) bringen die jungen „Politiker“ die Repräsentanten der Stadt mit Fragen und Anträgen ins Schwitzen. Es fällt schwer, sie und ihre Anliegen nicht ernst zu nehmen.

Ohne Jugend keine Zukunft

An der Tagesordnung geht klar hervor, dass hier Menschen am Werke waren, die sich vor allem um die Zukunft Gedanken machen. Neben vielen Fragen zum Ist-Zustand in der Stadt kamen auch auffällig viele Lösungsvorschläge für die von den Teilnehmern angebrachten Probleme: ohne Jugend geht eben nicht nur kein Staat, sonder auch keine Zukunft.


Das „Planspiel Kommunalpolitik“ ist ein Projekt der Friedrich-Ebert-Stiftung. Für die Ratssitzung wurden die Schüler vom Nachmittags-Unterricht freigestellt.
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Helmut Zabel aus Herne | 19.12.2013 | 13:39  
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