Kaufvertrag geplatzt: Kein Wohnungs-Neubau auf Ex-Lueg-Gelände in Gladbeck-Mitte

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Wurde von der negativen Entwicklung betreffs des ehemaligen Lueg-Geländes an der Wilhelmstraße überrascht: Peter Breßer-Barnebeck, Leiter der Wirtschaftsförderungs-Abteilung im Gladbeck Rathaus.
Gladbeck: Ex-Mercedes-Lueg |

Die Freude ist der Ernüchterung gewichen: Noch vor wenigen Wochen kam aus dem Gladbecker Rathaus die Nachricht, wonach ein Essener Wohnungsbauunternehmen das ehemalige Mercedes-Lueg-Gelände gekauft habe, um an der Wilhelmstraße mehrgeschossigen (Miet-)Wohnungsbau zu realisieren. Doch aus den Plänen wird nichts, den besagtes Unternehmen hat die Stadt Gladbeck jetzt darüber informiert, dass das Bauprojekt doch nicht realisiert werden kann.

Kaufverträge waren aneinander gekoppelt


„Das Unternehmen hatte zwei ehemalige Lueg-Standorte gekauft, Gladbeck und Essen,“ erläutert Peter Breßer-Barnebeck, Leiter des Abteilung für Wirtschaftsförderung. „Beide Kaufverträge waren aneinander gekoppelt, dass heißt, wenn ein Kaufvertrag nicht vollzogen werden kann, wird auch der andere automatisch rückabgewickelt.“

Und genauer dieser Fall ist jetzt eingetreten, denn in Essen wurde die Bauvoranfrage negativ beschieden, die geplante Entwicklung ist demnach dort nicht möglich. In Gladbeck hätte der vorgesehenen Wohnbebauung zwar nichts im Wege gestanden, aufgrund der Entwicklung in Essen muss nun aber auch in der Kaufvertrag für das Ex-Lueg-Areal am Rand der Gladbecker Innenstadt rückabgewickelt werden. „Wir werden jetzt kurzfristig das Gespräch mit Lueg suchen, um Alternativen für die Entwicklung zu suchen,“ versichert Peter Breßer-Barnebeck.

Nach Angaben von Breßer-Barnebeck scheiterten die Pläne in Essen an dem Umstand, dass die Entwässerung von Neubaugebieten im Essener Stadtsüden nicht mehr gewährleistet ist, weshalb die Stadt Essen derzeit keine Baugenehmigungen mehr erteilt.

Barrierefreie Miet- und Eigentumswohnungen


Breßer-Barnebeck ist davon überzeugt, dass der Gladbecker Standort nach wie vor gut geeignet ist, um dort die angestrebte Wohnbebauung mit einer Mischung aus barrierefreien Eigentums- sowie Mietwohnungen zu realisieren. Dies sei der Stadt Gladbeck auch genau so ausdrücklich bestätigt worden. Ausschlaggebend für eine Neuvermarktung werde aber auch hier, wie auch an anderen Stellen der Stadt, letztlich die Kaufpreisvorstellung des Eigentümers sein.
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