Mit dem Motorrad zur Maikundgebung

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Stehen schon in den Startlöchern für den Motorradkorso am 1. Mai: (v.l.) Ingo Bleil, Frank Sommer (Motorradgruppe Prosper Haniel) und Axel Lippek.
Gladbeck: Talstraße 7 | Eines haben Motorradfaher und Gewerkschafter gemein - die sprichwörtliche Solidarität. Am 1. Mai startet darum zum zehnten Mal ein großer Motorradkorso von der RBH Logistics in Richtung Bottrop zur zentralen Maikundgebung des IGBCE und des DGB.

Die motorradfahrenden Kollegen in die Maidemonstrationen der Gewerkschaften einzubinden, dass war vor zehn Jahren die Intention des ersten Motorradkorsos, der damals noch von der Zeche Westerholt in Gelsenkirchen startete.

„Seit fünf Jahren ist der Treffpunkt bei uns an der Talstraße“, so Ingo Bleil, RBH-Betriebsratsvorsitzender. Zusammen mit Vertretern des Bergwerks Prosper Haniel in Bottrop, dem Servicebereich Belegschaft und Axel Lippek vom Evangelischen Erwachsenenbildungswerk, wurde auch in diesem Jahr der Motorradkorso geplant.

Rund 50 Kilometer fahren die Biker unter Polizeibegleitung aus Gelsenkirchen und Gladbeck zum Gleiwitzer Platz in Bottrop, rund 150 Motorradfahrer werden erwartet. „Die Polizei macht übrigens einen sehr guten Job, es gab in den neun Jahren keinen einzigen Unfall“, lobt Bleil.

Auch nicht im letzten Jahr, als heftige Regenschauer zum Tag der Arbeit niedergingen und sich 90 Hartgesottene trotzdem auf ihre Maschinen schwangen. Und auch das Alter ist kein Hindernis für einen wahren Biker - der älteste Teilnehmer des Motorradkorsos zählte stolze 76 Lenze.

Um 8.30 Uhr treffen sich die Biker am RBH-Parkplatz, danach folgt eine Bikerandacht mit Pfarrerin Ilona Schmidt, die ebenfalls mitfährt. Auch das DRK ist vor Ort und bietet den Teilnehmern an, ihre alten Motorradverbandskästen kostenlos gegen neue auszutauschen. „Obendrein erhält jeder Biker von uns eine Warnweste mit dem Emblem unseres Korsos,“ freut sich Bleil.

Abfahrt ist dann um 9.15 Uhr, gegen 10.30 Uhr ist die Ankunft am Gleiwitzer Platz in Bottrop vorgesehen, wo die zentrale Maikundgebung stattfindet. Und danach kann beim großen Familienfest noch gefeiert werden.

„Jeder, der Spaß hat am Motorradfahren ist willkommen. Eine Aufnahme in der Gewerkschaft ist also keine Pflicht“, schmunzelt Bleil. Und hofft auf die sprichwörtliche Solidarität von Bikern und Gewerkschaftern und vor allem auf gutes Wetter.
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