Tempo 30 auf Hünxer Straße in Drevenack – SPD bleibt am Ball

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Waltraud Schilling, SPD-Ratsfrau aus Drevenack und Stellv. Bürgermeisterin der Gemeinde Hünxe
Der Vorschlag einer möglichen „Tempo 30“-Zone im Ortsteil Drevenack entlang der Hünxer Straße bleibt weiterhin im Gespräch. Seit einem Unfall an der Drevenacker Kreuzung Hünxer Straße/Buchenstraße/Hunsdorfer Weg vor einigen Wochen bekam das Thema erneut Aufwind und wird in Politik und Bevölkerung unterschiedlich diskutiert. Die Idee ist nicht neu: „Seit vielen Jahren ist die Ausweitung von Tempo-30-Zonen innerorts ein Anliegen der SPD Hünxe, nachzulesen auch in unseren Wahlprogrammen von 2009 und 2014“, erklärt Waltraud Schilling, Drevenacker Ratsfrau und stellv. Bürgermeisterin. „Wir haben hierzu bereits mehrfach Anfragen wie Anträge gestellt und viele Gespräche geführt, konnten bisher aber weder im Rat noch bei den übergeordneten Behörden dafür ein Gehör finden.“

Dabei verändere sich die grundlegende Situation zunehmend stärker, so dass innerorts eine Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h geboten sei: das Straßenbild sei von immer mehr Senioren mit Rollatoren, Elektro-Mobilen und großen Dreirädern geprägt, die den Straßenverkehr aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr angemessen überblicken könnten. Ferner transportierten viele Eltern ihre Kinder mittlerweile mit Fahrradanhängern statt mit Gepäckträger-Sitz, während die Zahl der jungen Radfahrer im Kindesalter weiter ansteige.

„Besonders entlang der Hünxer Straße im Ortsteil Drevenack ist das Verkehrsaufkommen durch den neuen Edeka-Markt, den wir sehr begrüßen, gestiegen“, so Schilling. „Wenn wir als Kommunalpolitiker die Verkehrssicherheit für alle Teilnehmer, für den Klimaschutz und den Tourismus verbessern wollen, müssen wir dafür situationsgerechte Rahmenbedingen schaffen.“

Dabei bekommt Schilling wissenschaftliche Unterstützung von der Universität Duisburg-Essen. Laut einer Publikation[i] von Prof. Dr. Maria Limbourg, tätig im Forschungsbereich Verkehr und Mobilität, wirken sich Tempo-30-Zonen gleich in mehrfacher Hinsicht auf die allgemeine Verkehrssicherheit aus:

- bei Tempo 30 ereignen sich weniger Unfälle
- bei Tempo 30 haben Unfälle weniger schwere Folgen
- bei Tempo 30 können die Gefahren besser erkannt werden
- bei Tempo 30 nehmen die Autofahrer mehr Rücksicht auf Kinder
- Tempo 30 bringt mehr Sicherheit für alle nichtmotorisierten Verkehrsarten
- Tempo 30 reduziert das motorisierte Verkehrsaufkommen
- Tempo 30 führt zu menschenfreundlicheren Städten und Dörfern
- Tempo 30 erhöht die Fahrzeit nur unwesentlich

„All das sind gute Gründe, zu handeln. Wer solche Überlegungen zur Sicherheit der Menschen in unserer Gemeinde als ‚Aktionismus‘ abtut, macht es sich einfach und handelt unverantwortlich. Wir werden dieses Thema daher auch im Rahmen der von uns beantragten ‚Verkehrskonferenz 2017‘ mit auf die Agenda setzen“, so Waltraud Schilling abschließend.

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[i] Vgl. Prof. Dr. Maria Limbourg, Uni Duisburg-Essen, https://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/... 14.07.2017
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