Geburt des Teufels ist gruselige Lippe-Sage

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Nebelmorgen an der Lippe - die richtige Kulisse für sagenhafte Geschichten. (Foto: Magalski)
Hexen, böse Ritter und der Teufel in Person - dunkle Gestalten trieben in alten Zeiten an der Lippe ihr Unwesen. Dirk Sondermann hat die schaurigen Geschichten rund um den Fluss gesammelt. "Lippesagen" heißt das neue Buch des Autors.

Wenn der Regen gegen die Scheiben prasselt und die grauen Wolken tief am Himmel hängen, dann ist der Leser schnell mitten in den gruseligen Sagen von weißen Frauen und schwarzen Hunden. Dirk Sondermann ist der "Sagenpapst des Ruhrgebiets". In zwei Büchern hat der Autor seltsame Geschichten rund um Ruhr und Emscher gesammelt, nun hat er sich die Lippe von der Quelle bei Bad Lippspringe bis zur Mündung in Wesel vorgenommen. Stoff für spannende Geschichten im dritten Buch, das im Verlag Henselowsky Boschmann erschienen ist, gibt es da eine ganze Menge. In Lippholthausen etwa soll der alte Burgherr von Schloss Buddenburg dazu verdammt sein, den Grenzstein in mancher Nacht ohne Rast zu tragen. Seine Strafe, weil er die Dortmunder an der Grenze um Land betrügen wollte. Geiz brachte laut einer anderen Sage einen Bauern auf Cappenberg zu Fall. Sein Hof wurde vom Erdboden verschluckt. Und in Alstedde soll es gar ein Loch gegeben haben, das mit dem Leibhaftigen in Verbindung stand. Kein Wunder, soll der Teufel doch sogar als schreckliches Wesen in einem Haus in der Mitte von Lünen zur Welt gekommen sein.

Goldschatz hat eine Adresse

Wem der Nervenkitzel in dem über dreihundert Seiten starken Buch nicht reicht, der kann mit dem Anhang einen Besuch an den Schauplätzen der Lippesagen planen. Dirk Sondermann hat die Adressen und Koordinaten zu vielen Geschichten aufgelistet. Wer weiß, ob sich so auch der sagenhafte Goldschatz auf einem Acker in Bergkamen finden lässt? Oder die Stelle, an der im Kohuesholz der Hof des geizigen Bauern verschwand? Der Lüner Anzeiger verlost drei Exemplare von "Lippesagen - von der Mündung bis zur Quelle". Schreiben Sie uns eine Postkarte mit dem Stichwort "Sagen". Per Mail an redaktion@lueneranzeiger.de geht's auch Einsendeschluss ist der 13. November, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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Peter Eisold aus Lünen | 09.11.2013 | 11:33  
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