Hand und Fuß für den kranken Liam

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Samantha Nientiedt und Mama Chantal mit dem kleinen Liam und den Gips-Abdrücken. (Foto: Magalski)
Liams kleiner Fuß, seine Hand - in Gips gegossen und in einem schönen Rahmen. Ein Geschenk für die Ewigkeit, wenn Liam nicht mehr bei seiner Familie sein kann. Liam hat Morbus Krabbe, eine unheilbare Krankheit.

Im Mai war Familie Ciara mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit gegangen. Der Lüner Anzeiger hatte berichtet. Über den kleinen Liam, seine starken Eltern André und Chantal Ciara und das Leben mit der Stoffwechsel-Erkrankung Morbus Krabbe, die sehr selten und kaum bekannt ist. Die Resonanz war groß. Familie Ciara bekam Kontakt zu anderen Eltern mit dem gleichen Schicksal und viel Zuspruch. Samantha Nientiedt las in Selm den Artikel und wollte der Familie etwas Schönes schenken. Die junge Mutter bemalt nicht nur Babybäuche, sondern macht auch dreidimensionale Abdrücke von kleinen Händen und Füßen. In der letzten Woche war es soweit: Samantha formte in der Wohnung der Ciaras eine Hand und einen Fuß ab. Für den Rahmen, in dem die Abdrücke bald an der Wand hängen sollen, hätte die Künstlerin keinen passenderen Spruch finden können: Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben. Familie Ciara kennt die Bedeutung. Wie es Liam heute geht? "Die Krankheit kann nicht mehr viel weiter fortschreiten", erzählt seine Mutter Chantal. Körperspannung hat der kleine Junge keine mehr. Dennoch gehe es Liam den Umständen entsprechend gut: Heißt: Er hat keine Schmerzen und Schreiattacken sind einigermaßen selten. Im Juli hatte Liam seinen ersten Geburtstag. Die Lebenserwartung mit Morbus Krabbe liegt im Durchschnitt bei zwei Jahren.

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Hans Werner Wagner aus Lünen | 19.08.2013 | 22:23  
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