Stadt nennt Standorte für Flüchtlings-Heime

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Im Rathaus fällt im Oktober vermutlich die endgültige Entscheidung. (Foto: Magalski)
Horstmar, Nordlünen, Wethmar und Lünen-Süd - in diesen Stadtteilen plant die Verwaltung neue Unterkünfte für die dauerhafte Unterbringung von Flüchtlingen. Vor Baubeginn fehlt noch die Zustimmung der Politik.

Mitte Juli hatte Horst Müller-Baß in einer Pressekonferenz der Stadt Lünen bereits erste Details genannt, aber noch keine konkreten Standorte. Dienstag gab es in einem weiteren Gespräch dann nähere Informationen. In Horstmar soll der ehemalige Kindergarten an der Querstraße zur Unterkunft werden, in Lünen-Süd die Kielhornschule - in der bereits Flüchtlinge leben - und in Wethmar die bis vor kurzer Zeit noch als Notunterkunft des Landes genutzte Ex-Hauptschule. In Nordlünen fiel die Wahl auf das im Moment von der Kita "Kleiner Kreisel" genutzte Gebäude an der Schulstraße, für sie plant die Politik einen Neubau an der Rudolph-Nagell-Straße. Nach Angaben der Stadt sollen in jeder Unterkunft maximal fünfzig Flüchtlinge wohnen, denn erklärtes Ziel der Verwaltung sind kleinere Einheiten. Die Politik beschäftigt sich im Ausschuss für Bürgerservice und Soziales Anfang September mit dem Thema, einen Monat später fällt dann - einen reibungslosen Ablauf vorausgesetzt - die endgültige Entscheidung im Rat der Stadt.

Suche in Brambauer ohne Erfolg

Die Standort-Vorschläge sind das Ergebnis einer Klausurtagung unter anderem unter Beteiligung der Parteien, von Feuerwehr und Polizei, Wohnungsbau-Gesellschaften, Gemeinden und Stadtschulpflegschaft im Hansesaal im April. Kriterien für die Auswahl der Standorte waren etwa eine gute Nahversorgung, Zugang zu Bildung und das soziale Umfeld. In Brambauer konnte kein Standort gefunden werden, der den Kriterien einer unterdurchschnittlichen Arbeitslosigkeit und Fluktuation entsprochen hat, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Müller-Baß erklärte beim Pressegespräch im Juli bereits, dass die Stadt - sobald die neuen Unterkünfte in Betrieb gehen können und es die Flüchtlings-Situation zulässt - andere Standorte aufgeben will, zum Beispiel die Unterkunft an der Alstedder Straße.

Thema "Flüchtlinge" im Lokalkompass:
> Flüchtlinge kommen ab Mittwoch nach Lünen
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