Klopp unsterblich, Pep Guardiola schreit Olé: Flossbachs Querpass

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Trainer Holger Flossbach hat alles rund ums runde Leder fest im Blick.
Wahrlich, das Trainerkarussell dreht sich. Geradezu schwindelig wird einem bei den wechselfreudigen Vereinen und Übungsleitern.

Blicken Sie noch durch? Michael Frontzek, verdammt, wo war der die ganze Zeit? Der soll Hannover 96 retten. Der Hörhilfen-Hersteller Martin Kind holt den Wiederauferstandenen. Kind hätte lieber jedem seiner Spieler ein Hörgerät verpasst. Dann hätten die ihren geschassten Coach Korkut besser verstanden und wären auch nicht so abgestürzt.

HSV immer einen Vertrag wert


Der Jürgen Klopp macht sich in Dortmund heilig und unsterblich. Der Rücktritt und seine Inszenierung hatten etwas wie Weihnachten und Ostern auf einen Tag.
Dazu ein Osterei namens Tuchel. Der wird doch nicht - oder doch? Kommt der jetzt tatsächlich oder geht der zu Schalke, nein, zum HSV. Oder wird der Bundestrainer, sogar Bundeskanzler? Das Sabbatjahr hat Tuchel zum Objekt der Begierde gemacht. Der BVB hat somit die Weichen gestellt. Mit viel Rauch von Diesellok zu Diesellok.
Dass es anders geht, das beweisen sie seit Monaten beim Hamburger SV. Heidi Kabel, Henry Vahl und Dieter Seeler drehen sich nicht im Sarg, sie rotieren. Diese schlechte Theateraufführung, das chaotische Auftreten in der Öffentlichkeit und die Kommentare haben Hafensänger-Charakter.
Wissen Sie, wie viel Trainer, Manager und Stadtmusikanten der HaEsVau in den letzten Monaten beschäftigt hat, hatte und noch bezahlen muss? Hier einmal die Bekannten: Mirko Slomka (Trainer), Dietmar Beiersdorfer (Manager Vorstandsvorsitzender) , Oliver Kreuzer (Manager), Bernhard Peters (Direktor Sport), Jo Zinnbauer (Trainer), Peter Knäbel (Direktor Fußball), Peter Herrmann (Trainer), Bruno Labbadia (Trainer), Eddie Sözer (hat Bruno als Co-Trainer mitgebracht), Bert van Marwijk (Trainer), Roel Coumans (Berts Co-Trainer) und viele namentlich nicht bekannte Söldner. Hamburg halt, immer ein Vertrag wert.

So sind sie, die Schalker


Letzte Woche in Westerholt: Zwei Fahnenstangen in den Gärten an der Allensteiner Straße. Seit Mittwoch weht Gelb und Schwarz auf Halbmast. Der Eigentümer ist geknickt ob des Weggangs Kloppos. Der Nachbar dagegen: Nach dem 0:0 gegen Freiburg ging der Blaublütige wütend in den Garten, zog energisch die Strippen und holte die übergroße S04-Fahne vom Mast. Dann zog er das kleine, schöne Westerholter Wappen-Fähnlein hoch und meinte: „Ich tu‘ mir das nicht mehr an. Die Schalker spielen einen Dreck. Ich geh‘ nicht mehr ins Stadion, ich …!“(Zensiert.)
In Bayern brennt‘s trotz Erfolge. Ich bin mir nicht sicher, wie lange Torero Guardiola noch Olé schreit. Eine Institution wie den Doc aufzuspießen beinhaltet auch die Gefahr, auf die Hörner genommen zu werden.
Noch sechs Monate und ich hab‘ auch ein Sabbatjahr. Jetzt geht‘s erst einmal gen Hamburg. Dort suchen sie einen Treibsandspezialisten…
Ihr Holger Flossbach
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