Erfolgreiche Saison geht zu Ende

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Marode Bänke werden abgebaut und dann wird im neuen Jahr saniert. Viel Engagement zeigen die Helfer an der Freilichtbühne. Manni Kehrmann (Foto: PR-Foto Köhring/SM (4 Fotos))
 
PR-Fotografie Köhring_SM Manni Kehrmann

Mit dem ökumenischen Sankt Martinsumzug endete für das Team der Regler-Produktion die Saison ihrer Freilichtbühne. Mit 56 Veranstaltungen und mehr als 50.000 Besuchern, blickt das Team rund um Peter-Michael Schüttler auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Vor dem Start der neuen Saison am 1. Mai 2018 wird nun die große Bühne generalüberholt.

Seit 13 Jahren bietet das ehrenamtliche Team der Regler-Produktion seinen Gästen die Möglichkeit an, Kultur kostenlos zu genießen. „Mit dem sehr erfolgreichen 13. Jahr sehen wir, dass die Idee nach wie vor funktioniert“, so Peter-Michael Schüttler. „Wenn wir zurückblicken und vergleichen, welche Mittel uns damals zur Verfügung standen und welche Möglichkeiten wir heute mit der Freilichtbühne haben, können wir sagen, dass eine Idee groß geworden ist“.
Stetig steigern

Laut Stephan Bevermeier von der Regler-Produktion, versucht sich das Team qualitativ jedes Jahr zu steigern. „Unsere Basisveranstaltung „Mittwochsreihe“ hatte in diesem Jahr ein hohes Niveau wie nie zuvor“. Dabei entschied sich ein fünfköpfiges Team aus über 100 Bewerbungen für 20 Acts. „Darunter waren viele Highlights wie beispielsweise Hugo Race“, erinnert sich Stephan Bevermeier.

Ein großer Vorteil bestehe laut Stephan Bevermeier in der unabhängigen Arbeit. Seit drei Jahren ist die Regler-Produktion alleiniger Pächter der Freilichtbühne. Die freie Arbeit mache eine inhaltlich intensivere Arbeit möglich. „Und ich habe nach wie vor viel Spaß an meiner Arbeit hier“.

Neue Formate entwickeln

Im Zuge der stetigen qualitativen Steigerung entwickelt die Regler-Produktion immer neue Formate. „Diese neuen Formate sind für unsere Entwicklung sehr wichtig. Wir müssen Konzepte testen und Risiken eingehen“, erklärt Stephan Bevermeier. Dabei sei allerdings ein langer Atem nötig. „Wenn wir ein Format entwickeln, das nicht funktioniert, dann merken wir das“.

Ein neues Format war beispielsweise das Filmprojekt „Pottkinder“ des Regisseurs Alexander Waldhelm. Der Heimatfilm wurde dank der Unterstützung einer Mülheimer Technikerfirma zweimal auf der Freilichtbühne gezeigt. „Wir haben mit dem Premieren-Format gesehen, dass auch Film hier durchaus funktioniert“, erläutert Peter-Michael Schüttler.

Umbau der grossen Bühne

Die Saison für die Freilichtbühne mag zu Ende sein, für das Team der Regler-Produktion hingegen geht die Arbeit auch im Winter weiter. Das Team habe schon im letzten Jahr das Bühnenbild der großen Bühne verändert und marode Stellen beseitigt sowie einen Grünschnitt gemacht. „Das benötigte nicht viel Geld, lediglich Manpower war gefragt“, erinnert sich Peter-Michael Schüttler. Nun müsse aber das gesamte Areal überholt werden.

Die Holzbänke seien laut Peter-Michael Schüttler schon über 35 Jahre alt. „Durch die beachtliche Lebensdauer aber auch durch Probleme mit Vandalismus, sind die Bänke zu einem Trümmerfeld geworden. Wir sind daraufhin von der „Stiftung Bildung und Kultur“ angesprochen worden, was alles neu gemacht werden muss“. Dazu sollte das Team rund um Peter-Michael Schüttler erst einmal ausrechnen, was neue Bänke kosten würden.
Neue Bänke aus sibirischer Lärche

Insgesamt wird die Renovierung der großen Bühne 100.000 Euro kosten. „Alleine für die Bänke benötigen wir schon 3,8 Kilometer Holz“, so Peter-Michael Schüttler. „Dabei hat uns die Firma Brunsholz zugesägte Balken sibirischer Lärche geliefert. Mit einer Garantie von 25 Jahren ist die sibirische Lärche das stabilste Holz unter den Normalhölzern“. 

3,8 Kilometer Holz, 12.000 Dübel, 1.000 Stunden, 100.000 Euro

Die Balken werden dann auf einen Aluminium-Rahmen verbaut. Diese Rahmen kommen mit freundlicher Unterstützung des Eisenwarenhändlers Gräfer. 360 Meter Aluminium, 9.000 lange Edelstahlschrauben und 12.000 Dübel werden für die neuen Bänke benötigt. „Die Firmen bieten uns die Bänke und Rahmen zum Selbstkostenpreis an. Die Kosten für das Material übernimmt dabei die Stiftung“, so Peter-Michael Schüttler.

Weitere Maßnahmen sind die Aufarbeitung des Pflaster-Untergrundes sowie die Installation neuer Edelstahl-Geländer mit Beleuchtung. „Das bedeutet für uns einige 1.000 Arbeitsstunden“, erzählt Peter-Michael Schüttler. „Wir haben allerdings das Vertrauen, durch die Bürger und Firmen die Arbeiten sorgfältig umzusetzen“.

Seit drei Wochen ist das Team der Regler-Produktion schon mit den Vorbereitungen beschäftigt. Dabei arbeiten immer sieben bis acht Leute an der Demontage der alten Bänke. „Wir haben immer auch Leute vom Fach wie beispielsweise Dachdecker, Schreiner und Landschaftsgärtner dabei, um die Arbeiten sorgfältig durchführen zu können“, so Peter-Michael Schüttler. Bis Weihnachten möchte das Team alles demontiert haben.

Fabian Kloster
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