Bücherkompass: Ein Leben mit der Krankheit

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Birgit Schmitz erklärt, wie Schmerzen entstehen und wie sie lernte, den Schmerz zu akzeptieren. (Foto: Rowohlt)
 
Monica Lierhaus kämpfte sich über Jahre ins Leben zurück. (Foto: Ullstein)
Bei unser Mitmach-Aktion Bücherkompass vergeben wir wöchentlich Bücher zur Rezension auf lokalkompass.de. Diesmal haben wir drei Autorinnen ausgesucht, die ihre bewegenden Schicksale angenommen haben und mit einer positiven Botschaft darüber berichten.

Maria Langstroff: Jetzt bin ich nicht mehr mundtot

In Form von Gesprächen, die Maria Langstroff mit ihrem Verleger Oliver Schwarzkopf in ihrem Krankenzimmer führt, behandelt es Themen wie Freundschaft und Liebe, ihre Familie, ihren Umgang mit der Krankheit, die Bedeutung ihres Buchs für sie, aber auch ihren Alltag als bettlägerige Patientin im Pflegeheim und ihre Auseinandersetzung mit dem Tod. Außerdem kommen ihre Eltern, ihre Freunde und Pfleger zu Wort. In den Gesprächen, die auch Maria Langstroffs Wünsche, Hoffnungen und Ängste nicht aussparen, zeigen sich eindrucksvoll ihre Klugheit und ihr Humor, den die todkranke junge Frau trotz ihres schweren Schicksals nicht verloren hat – ebensowenig wie ihren unbändigen Lebenswillen.

Monica Lierhaus: Immer noch ich

Monica Lierhaus war die erfolgreichste deutsche Sportjournalistin. Ihre Gehirn-Operation im Januar 2009 hat alles verändert. Ein offenes, ehrliches Buch von einer faszinierend starken Frau, die sich nie aufgegeben hat. Vor allem aber ein Buch, das Mut macht. Seit dem 8. Januar 2009 ist für Monica Lierhaus nichts mehr, wie es war. Eine Operation, die schiefgeht, eine Frau auf dem Höhepunkt ihrer Karriere, die ins Koma fällt, eine Familie, die zum Abschiednehmen in die Klinik gerufen wird. Die Prognosen sind verheerend. Wenn sie überlebt, dann wird es ein Leben im Rollstuhl sein – unselbständig und von anderen abhängig. Für Monica Lierhaus ein Alptraum. In der Reha muss sie alles neu lernen. Schlucken, essen, sich bewegen. Aber sie will mehr: die Klinik auf eigenen Beinen verlassen. Und sie schafft es. Sie kämpft – um ihre Sprache wieder zu erlangen, ihre Erinnerungen, ihren geliebten Beruf. Die Krankheit hat sie verändert. Der Kern ist geblieben: eine starke Frau.

Birgit Schmitz: Der Schmerz ist die Krankheit

Niemals hätte sie gedacht, dass aus den Kopfschmerzen nach einer Operation eine eigene Krankheit werden könnte. Aber als man ihr nach drei Monaten sagt, der Schmerz sei jetzt chronisch, muss Birgit Schmitz feststellen, dass sie ein Schicksal getroffen hat, das in unterschiedlichen Ausprägungen bis zu 20 Millionen Deutsche teilen. Fortan gibt es in ihrem Leben einen ungebetenen Gast. Und kaum jemand kann ihr sagen, wie sie mit ihm umgehen soll. Um sich weniger hilflos zu fühlen, macht sie sich auf, den Schmerz zu verstehen. Warum gibt es ihn, was passiert dabei im Gehirn, und kann man überhaupt etwas gegen ihn tun? Chronische Schmerzen bedeuten: Der Schmerz geht nicht wieder weg. Er bringt Leiden, ändert von Grund auf Alltag und Leben, isoliert Menschen, nimmt ihnen Mut. Immer wieder müssen die Betroffenen Rückschläge bei der Behandlung ertragen, um sich dann an den nächsten Strohhalm zu klammern: Heilfasten, Osteophatie, magische Nadeln. Schließlich will man nichts unversucht lassen. Und zu allem Übel kommen noch die unausgesprochenen Zweifel der Mitmenschen – sind die Schmerzen nicht vielleicht doch etwas Psychisches? All das hat auch Birgit Schmitz erfahren müssen, als sie über Jahre jeden Tag Kopfschmerzen hatte. Hier berichtet sie ehrlich von ihren Erlebnissen, Hoffnungen und Fragen als Schmerzpatientin. Dabei nimmt sie die Geschichte des Schmerzes und der Schmerztherapie ebenso in den Blick wie neueste Behandlungsansätze und Medikamente. Ihr Buch richtet sich an alle, die mit Schmerzen leben müssen. Und an jene, die sie dabei unterstützen wollen.

So funktioniert der Bücherkompass:
Wir verschenken jeden Dienstag Bücher an jene, die nach der Lektüre eine Rezension auf lokalkompass.de veröffentlichen.

=> Wer eines der Bücher gratis frei Haus bekommen möchte, schreibt uns hier per Kommentar unter den Beitrag, wieso ausgerechnet er oder sie geeignet wäre, eine Rezension zu schreiben.
=> Bei mehr als einem Interessenten behalten wir uns die Auswahl vor. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
=> Nach Erhalt des Buches bleiben rund vier Wochen Zeit, um hier im Lokalkompass eine Rezension zu veröffentlichen.
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10 Kommentare
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Bruni Rentzing aus Düsseldorf | 24.05.2016 | 10:07  
2.710
Beate Haack aus Emmerich am Rhein | 24.05.2016 | 10:52  
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Peter Jablowski aus Bochum | 24.05.2016 | 10:56  
5.324
Manuela Burbach-Lips aus Dortmund-City | 24.05.2016 | 18:31  
21
Elisabeth Knechten aus Goch | 24.05.2016 | 22:07  
1.575
Martina Janßen aus Hattingen | 25.05.2016 | 17:18  
6.201
Joanna Elwira Siwiec aus Hagen | 25.05.2016 | 20:22  
363
Ulrike Stumpf aus Bochum | 27.05.2016 | 10:25  
Jens Steinmann aus Herne | 31.05.2016 | 14:25  
363
Ulrike Stumpf aus Bochum | 03.06.2016 | 09:14  
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