Frisch auf den Kindertisch

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Anna Schiffer vom Kreisgesundheitsamt Mettmann überreichte die Urkunde für eine erfolgreiche Teilnahme an dem Programm.
Die katholische Kita Hetterscheidt hat am Lott-Jonn-Programm „Gut essen lernen“ teilgenommen und wurde nun von der Initiative für ihr gutes Mittagessen ausgezeichnet.

Die ersten Lebensjahre eines Kindes sind prägend – das gilt auch für die Ernährung und den Umgang mit Lebensmitteln. Deshalb sollte bereits von klein auf an ein gesunder Ernährungsstil erlernt werden – zu Hause aber auch in Kindertageseinrichtungen. „Die Ernährung ist ein wichtiger Aspekt in der Erziehung und sollte ganz selbstverständlich im Alltag integriert sein. Wir beziehen die Kinder deshalb ganz bewusst mit ein – das reicht vom Tisch decken über selbst den Teller auffüllen bis hin zu Wünschen bei der Speiseplangestaltung“, berichtet Anja Stahlberg-Donath, Leiterin der katholischen Kita in Heiligenhaus-Hetterscheidt. Dazu gehören auch Aktionen, wie Äpfel pflücken und Apfelsaft pressen, Kartoffeln ernten und Kartoffelchips selbst zubereiten, Einkaufszettel gestalten oder auf dem Markt einkaufen und Gerichte selbst kochen.

„Uns liegt eine gute Mittagsverpflegung, die Kinder ausreichend mit Nährstoffen versorgt und schmeckt, sehr am Herzen. Deshalb kochen wir mit Unterstützung einer Köchin täglich frisch bei uns in der Einrichtung“, betont Anja Stahlberg-Donath. Schon beim Einkauf werde auf eine hohe Qualität der Lebensmittel geachtet. Doch wie gut ist das Essen wirklich und was können wir noch besser machen? Das hat die Kita durch die freiwillige Teilnahme am Lott-Jonn-Programm „Gut essen lernen“ prüfen lassen. Die Initiative des Kreisgesundheitsamts Mettmann bietet einen Speiseplancheck mit Nährwertanalyse der Rezepturen sowie Weiterbildungen für Köche und hauswirtschaftliche Kräfte an. Die Ergebnisse werden dann mit dem „Qualitätsstandard für die Verpflegung in Tageseinrichtungen für Kinder“ der Deutschen Gesellschaft für Ernährung verglichen. Danach sollten auf einem kindgerechten Speiseplan Gemüse, Vollkornprodukte, maximal zweimal in der Woche Fleisch und einmal Fisch für das Mittagsessen stehen.

„Da der Anteil adipöser Kinder immer mehr zunimmt, war es uns auch wichtig, die Erzieher in diesem Zusammenhang ebenfalls weiterzubilden, um bei schwierigen Esssituationen oder verhaltensauffälligen Kindern beim Essen richtig reagieren zu können“, betont Anja Stahlberg-Donath. Die Mühe hat sich gelohnt: Die Kita Hetterscheidt erhielt jüngst eine Urkunde von Anna Schiffer vom Kreisgesundheitsamt Mettmann über die erfolgreiche Teilnahme an dem Programm. Um die Verpflegungsqualität langfristig zu sichern, ist nach einem halben Jahr ein Nachcheck des Speisenplans vorgesehen.
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